Washington, D.C. – Im nächsten Jahrzehnt werden 1,2 Milliarden junge Menschen weltweit das erwerbsfähige Alter erreichen. Nur etwa 420 Millionen Arbeitsplätze werden nach den derzeitigen Berechnungen für sie zur Verfügung stehen, so die Weltbank. Die Herausforderung bestehe darin, der Nachfrage nach sicheren und gut bezahlten Beschäftigungsmöglichkeiten einer schnell wachsenden Jugendbevölkerung der Entwicklungsländer gerecht zu werden.
Jobs sind für die Weltbank der verlässlichste Weg aus der Armut und hin zu einem besseren Lebensstandard. Dafür benötige es anhaltendes und inklusives wirtschaftliches Wachstum, vor allem angetrieben von privaten Unternehmen. Die Bank hat Führungspersönlichkeiten, Regierungsvertreter, Vertreter der Zivilgesellschaft und Branchenpioniere dazu aufgerufen, noch bis zum 26. April an Online-Events teilzunehmen und gemeinsam «die Zukunft der internationalen Zusammenarbeit zu gestalten». Die Weltbank schlägt einige Wege vor:
«The challenge needs to be tackled on several fronts: Business-friendly policies and simpler regulations can fuel private sector growth. High-quality public infrastructure and access to electricity and digital technologies can make it easier for people to access work. Education and skills development initiatives must be aligned with the competencies and knowledge in need. Also crucial is an enhanced effort to support firms, especially smaller ones, in accessing financing so they can grow and become more productive.»
Grenzenloses Wachstum – wie soll das gehen?
Wie das ständig beschworene Wirtschaftswachstum angesichts der planetarischen Grenzen, die Rohstoffmangel, Umweltzerstörung und Klimakatastrophen setzen, aufrechterhalten werden soll, dazu schweigt die Weltbank in ihrer Ankündigung. Dabei häufen sich die Schreckensmeldungen. 2024 war das wärmste Jahr in der Geschichte der modernen Wetteraufzeichnungen. Jedes der letzten Jahre war das wärmste. Dürren und Hitzewellen folgen auf katastrophale Niederschlagsmengen, immer mehr landwirtschaftlich genutzte Flächen werden für den Nahrungsanbau unbrauchbar. Wasser ist in vielen Weltregionen bereits ein kostbares Gut, das immer knapper wird.
Gleichzeitig verhindern zahllose bewaffnete Konflikte und wirtschaftliche Krisen, dass sich die Menschheit auf das konzentriert, was wirklich wichtig ist: den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu erhalten, in der die Grundbedürfnisse aller Menschen befriedigt werden können.







