
Im ADB-Bericht „Millennium Development Goals: Progress in Asia and the Pacific 2006“ wird festgehalten, regionale Entwicklungsziele wie die Halbierung von Armut und Hunger bis zum Jahr 2015 könnten voraussichtlich erreicht werden. Auch die Geschlechter-Ungleichheit bei der Erziehung werde zunehmend beseitigt. Die Fortschritte seien im Vergleich zu Regionen wie Afrika oder Lateinamerika beeindruckend.
Die durchschnittlichen Fortschritte der Region Asien-Pazifik seien aber noch kein Grund für verfrühte Feiern, mahnt die Asiatische Entwicklungsbank. „Die absolute Größe der sozialen und wirtschaftlichen Entbehrungen bleibt enorm“, heißt es in dem Bericht. Zwei Drittel der Asiaten – rund 1,5 Milliarden Menschen – seien nach wie vor ohne Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen. Die absolute Zahl der Kinder mit Untergewicht und der Menschen, die von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben müssen, sei noch immer dreimal so hoch wie in Afrika und Lateinamerika zusammen genommen. Die Kindersterblichkeit sei nach wie vor hoch, und die Immunschwächekrankheit AIDS sei auf dem Vormarsch.
Als Länder mit besonders guten Fortschritten hinsichtlich der Millenniums-Entwicklungsziele nennt der Bericht Armenien, Aserbaidschan, die Volksrepublik China, Kirgisien, Malaysia, Palau, Thailand und Vietnam. Unterdurchschnittlich entwickelten sich Afghanistan, Indien und Nepal. Bangladesch, Indonesien, Laos, die Mongolei, Myanmar (Birma), Pakistan, Papua-Neuguinea und die Philippinen seien hingegen weiter zurückgefallen.




