Start / Weltordnung / Vereinte Nationen / Panama soll lateinamerikanische Staaten im UN-Sicherheitsrat vertreten

Panama soll lateinamerikanische Staaten im UN-Sicherheitsrat vertreten

UNONew York (epo.de). – Die lateinamerikanischen Staaten in der UN-Vollversammlung haben sich auf Panama als Vertreter im Weltsicherheitsrat geeinigt. Damit endet ein wochenlanger Streit zwischen Venezuela und Guatemala, die ihre Bewerbung um einen turnusmäßig freiwerdenden Sitz im wichtigsten UN-Gremium nach 47 gescheiterten Abstimmungen zurückzogen.

Für die Aufnahme in den UN-Sicherheitsrat ist eine Zweidrittelmehrheit der Vollversammlung notwendig. Weder Venezuela noch Guatemala konnten die erforderliche Mehrheit in den bislang 47 Abstimmungen erreichen. Guatemala und Venezuela zogen ihre Bewerbungen deshalb am Mittwoch zurück. Während Venezuela von eher linksgerichteten Regierungen unterstützt wurde, hatta Guatemala das Vertrauen der Staaten, die der US-Außenpolitik freundlich gegenüber stehen.

Die Wahl Panamas zum Kompromisskandidaten kam überraschend, da zuvor Bolivien, Brasilien, Chile, Uruguay und Costa Rica ins Gespräch gebracht worden waren. Die Regierung Panamas erklärte, das Land werde im Sicherheitsrat alles tun, um Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zu fördern. Die Regierungen Venezuelas und Guatemalas zeigten sich erfreut über den nunmehr erreichten Konsens.

Überlicherweise einigen sich die Regionen im Vorfeld der Abstimmung auf ein Land, das einen freiwerdenden Sitz im UN-Sicherheitsrat übernehmen soll. Da Argentinien zum Ende des Jahres turnusmäßig aus dem Rat ausscheidet, benötigte die lateinamerikanische Region einen neuen Vertreter für die nächsten zwei Jahre.

Dem Weltsicherheitsrat gehören die fünf ständigen, mit Vetorecht ausgestatteten Mitglieder China, Russland, USA, Frankreich und Großbritannien an. Hinzu kommen zehn nichtständige Mitglieder, die von der Vollversammlung jeweils für zwei Jahre gewählt werden. Jedes Jahr werden fünf neue nichtständige Mitglieder gewählt. Südafrika, Indonesien, Italien und Belgien standen bereits als neue Mitglieder fest.

 Vereinte Nationen

Login

Neue Jobs bei epojobs.eu

Bannerwerbung

GNE Banner
GNE Banner

Newsletter abonnieren!

Subscription Form

Events

Anstehende Events

Tags

Afrika Armut Bildung BMZ Brasilien CO2 Coronavirus Deutschland Entwicklungsfinanzierung Entwicklungshilfe Entwicklungspolitik Entwicklungszusammenarbeit Ernährung Europäische Union EZ Fairer Handel Flüchtlinge Gesundheit Humanitäre Hilfe Hunger Jemen Katastrophen Kinder Klimagipfel Klimakrise Klimaschutz Kolumbien Konflikte Kriege und Konflikte Landwirtschaft Medien Menschenrechte Migration Nachhaltigkeit News Nothilfe Oxfam Pressefreiheit Sudan Syrien Umwelt UNO USA Wahlen Weltwirtschaft