
Für die Aufnahme in den UN-Sicherheitsrat ist eine Zweidrittelmehrheit der Vollversammlung notwendig. Weder Venezuela noch Guatemala konnten die erforderliche Mehrheit in den bislang 47 Abstimmungen erreichen. Guatemala und Venezuela zogen ihre Bewerbungen deshalb am Mittwoch zurück. Während Venezuela von eher linksgerichteten Regierungen unterstützt wurde, hatta Guatemala das Vertrauen der Staaten, die der US-Außenpolitik freundlich gegenüber stehen.
Die Wahl Panamas zum Kompromisskandidaten kam überraschend, da zuvor Bolivien, Brasilien, Chile, Uruguay und Costa Rica ins Gespräch gebracht worden waren. Die Regierung Panamas erklärte, das Land werde im Sicherheitsrat alles tun, um Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zu fördern. Die Regierungen Venezuelas und Guatemalas zeigten sich erfreut über den nunmehr erreichten Konsens.
Überlicherweise einigen sich die Regionen im Vorfeld der Abstimmung auf ein Land, das einen freiwerdenden Sitz im UN-Sicherheitsrat übernehmen soll. Da Argentinien zum Ende des Jahres turnusmäßig aus dem Rat ausscheidet, benötigte die lateinamerikanische Region einen neuen Vertreter für die nächsten zwei Jahre.
Dem Weltsicherheitsrat gehören die fünf ständigen, mit Vetorecht ausgestatteten Mitglieder China, Russland, USA, Frankreich und Großbritannien an. Hinzu kommen zehn nichtständige Mitglieder, die von der Vollversammlung jeweils für zwei Jahre gewählt werden. Jedes Jahr werden fünf neue nichtständige Mitglieder gewählt. Südafrika, Indonesien, Italien und Belgien standen bereits als neue Mitglieder fest.




