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Globaler Waldverlust stieg 2024 auf Rekordniveau

Website Plant-for-the-Planet

Tutzing. – Brände in den Tropen haben den weltweiten Waldverlust im vergangenen Jahr auf ein neues Rekordniveau steigen lassen. Das hat Plant-for-the-Planet am Mittwoch (21. Mai) berichtet. Insgesamt erreichte der weltweite Verlust des Baumbestandes 2024 geschätzte 30 Millionen Hektar. In tropischen Ländern gingen 6,7 Millionen Hektar Primärwald verloren – eine Fläche, die etwas größer als Bayern ist. Fast die Hälfte (48 Prozent) des tropischen Waldverlustes im Jahr 2024 ist auf Waldbrände zurückzuführen.

Plant-for-the-Planet beruft sich auf neue Daten des GLAD Labs der University of Maryland zum Verlust der Baumbestände im Jahr 2024, die von Global Forest Watch vorgestellt worden sind. Die Brände haben drastische Folgen für die Artenvielfalt, bringen mehr CO2 in die Atmosphäre und zerstören mit dem Baumbestand auch CO2-Speicher für die Zukunft. Brände weltweit verursachten 2024 rund 4,1 Gigatonnen an Treibhausgasemissionen, etwa das Vierfache der Emissionen des weltweiten Flugverkehrs im Jahr 2023. 

Die Zahlen des Global Forest Watch sind erschreckend: Wir bewegen uns mit großen Schritten auf die endgültige Zerstörung der tropischen Regenwälder zu„, erklärte Felix Finkbeiner, Gründer von Plant-for-the-Planet. „Der tropische Regenwald verschwindet mit einer Geschwindigkeit von 18 Fußballfeldern pro Minute. Seine Kapazität zur Aufnahme von CO2 ist durch nichts zu ersetzen. Wird er weiter zerstört, treibt das die Erderwärmung immer schneller voran. Die Folgen sind Hitzewellen, Dürre und Extremwetter, auch in Deutschland und Europa.

Finkbeiner unterstützt die Initiative von Brasiliens Präsident Lula da Silva, der Gastgeber der nächsten Weltklimakonferenz (COP30) im November in Belém (Bundesstaat Pará) sein wird. Lula stieß die Tropical Forest Forever Facility (TFFF) an, . Der 125 Mrd. US-Dollar Fonds soll Länder, die sich beteiligen möchten, jährlich für jeden geschützten Hektar Tropenwald belohnen. Brasilien will die TFFF im Rahmen seiner COP30-Präsidentschaft in Belém starten. Im Jahr 2026 sollen die ersten Auszahlungen erfolgen.

„Der Schutz des Regenwalds ist für unsere Zukunft entscheidend. Dazu braucht es unbedingt die TFFF. Wir fordern die Bundesregierung dringend dazu auf, die brasilianische Regierung, die bewiesen hat, dass effektiver Regenwaldschutz möglich ist, bei der nachhaltigen und dauerhaften Finanzierung des Regenwaldes zu unterstützen„, sagte Felix Finkbeiner. „Bei der COP30 muss die TFFF in Kraft treten. Dazu braucht es eine verbindliche Zusage Deutschlands.“

=> plant-for-the-planet.org

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