Heidelberg (epo.de). – Die sicherheitspolitische Debatte wird seit dem 11. September 2001 beherrscht von der Auseinandersetzung mit dem islamistischen Terrorismus. Doch einer nachhaltigen Sicherheitspolitik in Zeiten der Globalisierung muss es in umfassender Weise um menschliche Sicherheit gehen: Eine Neuakzentuierung der sicherheitspolitischen Debatte ist erforderlich. Hierauf verweist das Jahrbuch Gerechtigkeit II, das jetzt unter dem Titel „Reichtum – Macht – Gewalt“ von 35 kirchlichen Institutionen und Organisationen herausgegeben wurde.
Ein zentraler kirchlicher Diskussionsbeitrag benennt die größten Bedrohungen der Sicherheit von Menschen in Zeiten der Globalisierung. Er zeigt, wie Habgier tödlich werden kann. Neunzehn Aufsätze aus Wissenschaft und Praxis beleuchten die Zusammenhänge von Gewalt und wirtschaftlicher Ungerechtigkeit. Sie berichten zugleich, wie Gewalt überwunden werden kann.
Über 60 farbige Schaubilder und Weltkarten dokumentieren das Ausmaß von Gewalt und Armut. Sie zeigen zugleich, dass es in den letzten dreißig Jahren Fort- und Rückschritte bei der menschlichen Entwicklung gegeben hat. Nicht zuletzt belegen sie eindrücklich, dass der islamistische Terrorismus keinesfalls die größte Bedrohung der Sicherheit in Zeiten der Globalisierung ist. So begründen sie die Grundthese, dass eine Neuakzentuierung der sicherheitspolitischen Debatte unabdingbar ist.
Das Jahrbuch Gerechtigkeit II kostet 13,90 Euro und ist im Buchhandel erhältlich.




