
„Wir freuen uns für unsere Projektpartnerinnen, dass ihre gefährliche Arbeit gewürdigt wird“, so Henning Reetz, Kontinentalleiter Lateinamerika und Karibik bei Brot für die Welt. Im Grenzgebiet zu Panama komme es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen durch Soldaten und rechtsgerichtete Paramilitärs. „Das Dorf, in dem Ana Mart?nez lebt, wurde schon mehrfach Opfer gewaltsamer Vertreibungen, die angeblich der Bekämpfung der linksgerichteten Guerilla gegolten haben.“ Erst mit Unterstützung von „Justicia y Paz“ konnten die Menschen im Jahr 2000 wieder auf ihr Land zurückkehren und die Friedensgemeinde CAVIDA aufbauen.
„In Kolumbien gibt es immer mehr Beweise für Verstrickungen von hochrangigen Politikern und Unternehmern mit den rechtsgerichteten Paramilitärs und die durch sie begangenen Menschenrechtsverletzungen. Auch fünf Millionen Hektar Land der Vertriebenen haben sich die Paramilitärs inzwischen angeeignet“, berichtete Carolina Pardo von „Justicia y Paz“. Selbst Mitglieder aus dem engen politischen Umfeld von Präsident Alvaro Uribe hätten ihre Verbindungen zu den von der Europäischen Union als terroristische Organisation eingestuften Paramilitärs eingestanden. „Wir wünschen uns von den europäischen Regierungen, gegenüber der kolumbianischen Regierung auf Maßnahmen zur Rückgabe des geraubten Landes zu bestehen.“
Mart?nez und Pardo haben am Cacarica-Fluss im kolumbianischen Bundesstaat Choc? in der Region des Bajo Atrato beim Aufbau der Friedensgemeinde CAVIDA mitgewirkt, in der weder Waffen noch Gewalt geduldet werden. Mart?nez gehört dem Koordinationsrat von CAVIDA an, der Gemeinschaft für Selbstbestimmung, Leben und Würde am Cacarica-Fluss. Die Psychologin und Franziskaner-Schwester Carolina Pardo, begleitet und berät die Friedensgemeinde.




