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Wieczorek-Zeul: Tsunami-Opfer nicht vergessen

Wieczorek-ZeulBerlin (epo.de). – Die deutsche Bundesregierung stellt für den Wiederaufbau nach dem Tsunami in Indonesien bis zum Jahr 2009 insgesamt 186 Millionen Euro zur Verfügung. Davon seien 95 Millionen Euro bereits erfolgreich in konkrete Projekte investiert worden, erklärte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul anlässlich des zweiten Jahrestages der Katastrophe am 26. Dezember 2004. "Auch wenn der Wiederaufbau zwei Jahre nach dem verheerenden Tsunami auf einem guten Weg ist, dürfen wir die Menschen in den betroffenen Gebieten nicht vergessen", mahnte die Ministerin.

"Vor wenigen Tagen habe ich in der indonesischen Provinz Aceh der 170.000 Todesopfer gedacht und selbst feststellen können, dass der Wiederaufbau entscheidend vorangekommen ist", sagte Wieczorek-Zeul. "Die Menschen dort vor Ort haben eine wunderbare Leistung vollbracht, haben nach der Katastrophe wieder Mut und Hoffnung gefasst und beim Wiederaufbau entschlossen angepackt. Dabei müssen vor allem auch die Leistungen der Frauen herausgehoben werden. Denn sie haben unter dem Tsunami besonders gelitten und sind jetzt eine besonders starke Kraft beim Wiederaufbau", so die Ministerin.

Mit den deutschen Hilfsgeldern wurden laut Entwicklungsministerium (BMZ) Häuser und Dörfer errichtet, Krankenhäuser und Gesundheitsstationen, Schulen und Berufsbildungseinrichtungen wieder aufgebaut sowie Straßen, Wasser- und Energieversorgung wieder in Stand gesetzt. Darüber hinaus wurden zahlreiche lokale Arbeitskräfte – darunter viele ehemalige Rebellen – für den Wiederaufbau und einen neuen beruflichen Weg qualifiziert.

Bei allem Leid, das der Tsunami über das Land gebracht hat, sei es gut zu sehen, dass ein unumkehrbarer Friedensprozess in der Region in Gang gekommen ist, der eine jahrzehntelange Gewaltauseinandersetzung beendet habe, sagte Wieczorek-Zeul. "Es ist wunderbar, dass die Menschen diese Chance genutzt haben. Dieses ist eine besonders gute Nachricht am Ende eines Jahres, das von so vielen Konflikten und Krisen beherrscht war."

Die Ministerin dankte auch den Bürgerinnen und Bürgern in der Bundesrepublik. Sie hätten 670 Millionen Euro aus privaten Mitteln zur Verfügung gestellt. Diese Mittel seien vor Ort angekommen und hätten vielen tausenden Menschen eine neues Leben und eine neue Perspektive ermöglicht.

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