
Ein große Plenumsveranstaltung und zahlreiche Foren thematisieren das zentrale Anliegen der Dekade: die Verankerung einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen des Bildungswesens.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerin für Bildung und Forschung Ulrich Kasparick, der Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees für die UN-Dekade Professor Dr. Gerhard de Haan, der beigeordnete Generaldirektor für Naturwissenschaften der UNESCO Professor Dr. Walter Erdelen und der Geschäftsführer des Didacta Verbandes e.V. Reinhard Koslitz stellen die Ziele der Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" vor und erläutern die Umsetzung in Deutschland.
Am anschließenden Plenum beteiligen sich neben den Genannten die Mitglieder des Nationalkomitees für die UN-Dekade Professor Dr. Lenelis Kruse-Graumann und Professor Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, MdB, sowie der Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission Dr. Roland Bernecker. Im Rahmen der Veranstaltung werden auch die ersten offiziellen deutschen Projekte der UN-Dekade ausgezeichne, die das Deutsche Nationalkomitee als offiziellen deutschen Beitrag für die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" anerkannt hat. Die Projekte stehen beispielhaft für eine innovative und breitenwirksame Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ihre Anerkennung soll dazu beitragen, die Anliegen der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" flächendeckend in Deutschland sichtbar zu machen.
Ziel der dieses Jahr beginnenden Weltdekade der Vereinten Nationen "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist die Verankerung des Gedankens einer ökonomisch, ökologisch und sozial zukunftsfähigen Entwicklung der Weltgesellschaft in allen Bereichen des Bildungssystems. Nachhaltigkeit lernen soll für jeden Einzelnen im Bildungswesen zu einer Selbstverständlichkeit werden. Der zu Grunde liegende Gedanke: Soll das Überleben der Menschheit dauerhaft gesichert werden, ist jeder Einzelne gehalten, sein Verhalten zu ändern. Der einzige Weg zu einer umfassenden Verhaltensänderung und einem globalen Umdenken sind verstärkte Anstrengungen für die Bildung.
Die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" wird in den nächsten zehn Jahren eine Vielzahl von Aktionen und Initiativen umfassen. Für die Koordinierung sind in Deutschland die Deutsche UNESCO-Kommission und das von ihr berufene Nationalkomitee zuständig. Zusammen mit zahlreichen Akteuren hat das Nationalkomitee einen Aktionsplan erarbeitet, in dem die wichtigsten Ziele und programmatischen Vorhaben für die Dekade festgehalten sind.
Eine der wichtigsten Strategien zur Umsetzung der Dekade ist die Unterstützung der einzelnen Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort, so die UNESCO. Nachhaltigkeit – so wurde nicht zuletzt bei den großen Weltkonferenzen in Rio de Janeiro und Johannesburg deutlich – lässt sich nur dezentral realisieren. Die Anerkennung offizieller Dekadeprojekte stellt diesen Gedanken in den Mittelpunkt. Anerkannte Dekadeprojekte erhalten das Recht, für zwei Jahre das Logo der Dekade zu führen. Das Nationalkomitee wird die Projekte national und international als deutschen Beitrag präsentieren.
Zu den 62 in der ersten Runde ausgewählten Projekten zählen das Internet-Projekt "Chat der Welten" von InWEnt – Internationale Weiterbildung und Entwicklung, das "Zukunftsdiplom für Kinder" der Lokalen Agenda 21 Trier und das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Hamburg, das als nachhaltige Schule ausgezeichnet wurde.




