Berlin. – Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat am Dienstag den Haushaltsentwurf 2025 in den Bundestag eingebracht. Das Budget des Auswärtigen Amtes für humanitäre Hilfe soll halbiert, der Etat für Entwicklungszusammenarbeit im dritten Jahr in Folge um knapp eine weitere Milliarde Euro gekürzt werden. Die Kinderrechtsorganisation Save the Children Deutschland hält die Kürzungen für „beispiellos und gefährlich“.
Florian Westphal, Geschäftsführer der Kinderrechtsorganisation Save the Children Deutschland, erklärte zu den Etatplänen:
„Was wir gerade erleben, ist beispiellos und gefährlich: Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe werden weltweit Leben kosten. Das ist kein fernes Zukunftsszenario, sondern bald bittere Realität. Schon jetzt stehen in Ländern wie Syrien, dem Sudan oder Somalia Gesundheits- und Ernährungsprogramme von Save the Children für mangelernährte Kinder auf dem Spiel. Und allein die Aussetzung von Hilfen durch die USA könnten laut einer Studie bis 2030 zu mehr als 14 Millionen zusätzlichen Todesfällen führen, darunter 4,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Dieses Vorgehen sabotiert die UN-Nachhaltigkeitsziele, die im selben Jahr erreicht werden sollen.“
Deutschland dürfe sich nicht in die Riege wohlhabender Länder einreihen, „die mehrere Schritte zurückgehen und bei lebensrettender Arbeit den Rotstift ansetzen“, sagte Westphal. Langanhaltende Kriege, neue Konflikte und die Klimakrise hätten in den vergangenen Jahren ohnehin schon viele Entwicklungsfortschritte verlangsamt. „Es wäre fatal für das Überleben und die Zukunftschancen von Kindern weltweit, wenn Deutschland sich gerade jetzt weiter aus der internationalen Zusammenarbeit zurückzieht.“ Der Bundestag müsse seiner Verantwortung gerecht werden und den Haushaltsentwurf nachbessern – auch im Interesse der globalen Sicherheit. Denn nichts sei ein besserer Nährboden für Gewalt und Terror als Hunger, Armut und fehlende Lebensperspektiven.
KI-Bild: Erzeugt mit Copilot (Bing) by epo.de
Quelle: savethechildren.de







