
„Das Schicksal von Kindersoldaten ist eine besonders schlimme Form der Sklaverei. Diese Kinder werden zum Kämpfen und Töten gezwungen. Tief traumatisiert, sind sie ihr ganzes Leben verletzt“, erklärte die Ministerin. Mit dem Zusatzprotokoll zum Abkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes in bewaffneten Konflikten habe die internationale Gemeinschaft bereits vor fünf Jahren einen wichtigen Schritt zum Schutz von Kindern getan. Damals wurde vereinbart, dass Kinder unter 18 Jahren nicht zwangsweise zum Dienst an der Waffe eingezogen werden dürfen.
Wieczorek-Zeul hofft, dass die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag auf alle abschreckend wirkt, die ihre Interessen auf Kosten von Kindern verfolgen. Im Rom-Statut des Internationalen Strafgerichtshofs ist festgelegt, dass die Rekrutierung von unter 15-Jährigen ein Kriegsverbrechen ist und verfolgt wird.
Die Bundesministerin erklärte, dass die Weltgemeinschaft die Zwangsrekrutierungen schnellstens beenden müsse. „Unser Ministerium engagiert sich weltweit dafür, dass Kinder in Schulen gehen können und unterstützt in vielen Regionen Afrikas Projekte zur Integration ehemaliger Kindersoldaten“, sagte Wieczorek-Zeul. Die früheren Kämpferinnen und Kämpfer und auch andere von bewaffneten Konflikten betroffene Kinder erhielten eine Schul- und Berufsausbildung, Beschäftigungsförderung und Gesundheitsfürsorge. Außerdem werde ihnen geholfen, ihre tiefen Traumata aufzuarbeiten.




