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Valentinstag: Blumen-Arbeiterinnen fordern ihre Rechte ein

tdhOsnabrück (epo.de). – Unter dem Motto „Wir sind wichtiger als tausende von Blumen“ fordern Blumenarbeiterinnen aus Kolumbien, Ecuador, Kenia und Simbabwe mit Aktionen am Valentinstag bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. Die Zeit vor dem 14. Februar bedeute für die Blumenarbeiterinnen Arbeitszeiten von bis zu 18 Stunden pro Tag bei gleichzeitig höherem Leistungsdruck, berichtete Ang?lica Chaparro von der terre des hommes-Partnerorganisation Cactus aus Kolumbien.

„Wir rufen die Verbraucher dazu auf, Blumen zu kaufen, die mit dem Flower Label oder dem TransFair Siegel ‚fair fleurs‘ ausgezeichnet sind“, sagte Claudia Ehlers, Kinderrechtsreferentin von terre des hommes. „Mit den gesiegelten Blumen können sie doppelt Freude schenken. Denn nur sie garantieren die Zahlung Existenz sichernder Löhne, Schutz vor Pestiziden, die Respektierung der Gewerkschaftsfreiheit auf den Plantagen sowie weitere Sozialleistungen.“ So konnten bislang für über 24.000 Beschäftigte auf Blumenplantagen die Arbeitsbedingungen konkret verbessert werden.

Im weltweit zweitwichtigsten Exportland Kolumbien gebe es jedoch nur in sechs von insgesamt 500 Blumenfarmen eine unabhängige Gewerkschaft und nur 1.000 der landesweit etwa 111.000 Beschäftigten seien organisiert, so terre des hommes. Grund sei die fehlende Organisationsfreiheit, die laut Cactus ebenso typisch für die Arbeitsbedingungen in der kolumbianischen Blumenindustrie sei wie Gefährdungen durch Chemikalien, andauernde stark belastende Körperhaltungen und die Entlassung von schwangeren Frauen.

Der Handelswert der Blumenexporte aus Kolumbien habe sich von 280 Millionen Dollar im Jahr 1991 auf 870 Millionen im Jahr 2005 mehr als verdreifacht, so Ang?lica Chaparro von Cactus. Die Beschäftigten bekämen vom Boom aber nichts ab. Der Durchschnittslohn liege gerade einmal in der Höhe des gesetzlichen Mindestlohns von 194 US-Dollar pro Monat. In Ecuador und Kenia, weiteren wichtigen Blumenexportländern, seien die monatlichen Durchschnittslöhne mit 160 bzw. 30 US-Dollar noch weit niedriger.

www.tdh.de

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