
„Wir freuen uns über diese Fortschritte“, erklärte die Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe, Hannelore Hensle. „Angesichts der riesigen Zahl von Menschen, die ihr Zuhause und ihren Besitz verloren haben, ist das jedoch nur der Anfang. In den kommenden Monaten werden wir unsere Arbeit erheblich verstärken.“
Die Diakonie Katastrophenhilfe hat zur Unterstützung der Flut-Opfer in Indien, Indonesien, Sri Lanka und Somalia nach eigenen Angaben inzwischen rund 17,2 Millionen Euro eingesetzt. Noch immer werden Not Leidende mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Zelten, Plastikplanen und Decken versorgt. Die Nothilfe ist für insgesamt drei Monate geplant, je nach Bedarf auch länger.
Dennoch trete nun die mittelfristige Hilfe mehr und mehr in den Vordergrund, so die Hilfsorganisation. In den kommenden Monaten würden die Flutopfer weiter beim Wiederaufbau ihrer Hütten und Häuser unterstützt. Darüber hinaus sollen sie in die Lage versetzt werden, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen: durch neue Fischerboote und Netze sowie durch Starthilfen für Landwirtschaft und Handel.
In Indonesien liegt ein Schwerpunkt der Arbeit auf medizinischer und psychologischer Betreuung. In Banda Aceh, Meulaboh, Nagan Raya und Nias sind mehrere mobile Teams unterwegs, die Tsunami-Opfer in Dörfern und Flüchtlingslagern behandeln. In Meulaboh an der Westküste von Sumatra wird zudem zurzeit an einer Anlage zur Versorgung mit sauberem Trinkwasser gearbeitet. Nach Fertigstellung soll sie 4.000 Haushalte beliefern. Auf der indonesischen Insel Nias bauen Partner der Diakonie Katastrophenhilfe unter anderem zwei Schulen wieder auf.




