
So wie die Bildungspolitik Wert auf das Erlernen so genannter „Weltsprachen“ legen müsse, damit die Kinder sich in der Welt besser zurechtfinden, gelte es auch die Vielfalt regionaler Sprachen zu fördern, sagte Stolz. Auf der Welt gebe es derzeit 6.912 lebendige Sprachen, von denen 497 als bedroht gelten.
Bei der Pflege der einheimischen Sprachen in terre des hommes-Partnerprojekten gehe es auch darum, das häufig nur mündlich überlieferte Wissen für die Zukunft zu erhalten, berichtete Stolz. Dies betreffe zum Beispiel den tiefen Respekt vor der Natur und das in Erzählungen, Volksweisheiten und Begriffen enthaltene landwirtschaftliche Wissen indianischer Kulturen Südamerikas. Mit Hilfe dieses Wissens könne die Ernährung vieler Menschen unter schwierigen Bedingungen gesichert werden.
Die Förderung kultureller Vielfalt ist ein Schwerpunkt der Arbeit von terre des hommes in den nächsten Jahren. Die gleichberechtigte Einbeziehung traditioneller Sprache und Kultur in der Schule und die Bedeutung dieses Wissens ist Thema eines Treffens indianischer Autoritäten mit Kindern aus Peru und Bolivien, das am 21. Februar in der Nähe von Cusco in Peru beginnt und von terre des hommes unterstützt wird.




