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China: Wanderarbeiter sind die Verlierer des Wirtschaftswunders

aiBerlin (epo.de). – Millionen chinesischer Wanderarbeiter sind rechtlich und sozial ausgrenzt und müssen unter menschenunwürdigen Bedingungen leben und arbeiten. Das zeigt ein jetzt veröffentlichter Bericht von amnesty international (ai). „China verdankt sein Wirtschaftswunder ganz wesentlich den Wanderarbeitern, doch sie werden in ihren sozialen Menschenrechten massiv diskriminiert“, erklärte Dirk Pleiter, China-Experte der deutschen ai-Sektion.

Ungeachtet einiger Reformen hat laut amnesty ein Großteil der etwa 150 bis 200 Millionen Wanderarbeiter keinen Zugang zum Gesundheitssystem und staatlichen Bildungseinrichtungen. Eine der Hauptursachen für die schlechte Situation der Wanderarbeiter ist das Haushaltsregistrierungssystem („hukou“). Viele der vom Land stammenden Wanderarbeiter bekommen in den Städten keine Aufenthaltsgenehmigung und sind gezwungen, dort illegal zu leben. Die Arbeitgeber nutzen den prekären rechtlichen Status der Wanderarbeiter oft aus, um diese wirtschaftlich auszubeuten. Nach offiziellen Untersuchungen arbeitet fast die Hälfte der Wanderarbeiter ohne Arbeitsvertrag.

„Peking sollte umgehend dafür sorgen, dass Wanderarbeiter vollen Zugang zu Gesundheitsversorgung und Schulbildung erhalten“, sagte China-Experte Pleiter. ai empfiehlt der chinesischen Regierung unter anderem eine Reform des Haushaltsregistrierungssystems, die alle Bestimmungen abschafft, die eine Diskriminierung nach der Herkunft erlauben.

www.amnesty.de

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