Berlin (epo.de). – Die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul unterstützt Initiativen von Nicht-Regierungsorganisationen, Streumunition weltweit zu verbieten. „Wir müssen endlich dafür sorgen, dass Streumunition weltweit geächtet wird. Die Produktion, der Handel und vor allem die Verwendung dieser schrecklichen Waffen gehören verboten“, erklärte die Ministerin am Mittwoch nach einem Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern von „Handicap International“ und dem „Aktionsbündnis Landmine.de“ in Berlin.
Handicap International ist in rund 60 Ländern der Welt tätig, um Opfern von Streumunition und Minen zu helfen und nicht explodierte Sprengkörper unschädlich zu machen. Das Aktionsbündnis Landmine.de ist ein Zusammenschluss von 17 deutschen Nichtregierungsorganisationen, zu denen auch Handicap International gehört, und engagiert sich für ein Verbot aller Landminen und Streumunitionen.
„Es ist eine besonders wichtige Arbeit, die die Nicht-Regierungsorganisationen im Kampf gegen Streumunition und Landminen leisten. Wir werden sie dabei aktiv unterstützen“, sagte Wieczorek-Zeul.
Streumunition trifft vor allem die Zivilbevölkerung. Blindgänger gefährden insbesondere Kinder, die sie aufgrund ihrer leuchtenden Farbe oft für Spielzeug halten. Gerade in Entwicklungsländern gibt es immer wieder ganze Regionen, in denen die Bevölkerung aufgrund von Blindgängern an der Arbeit auf den Feldern und an der Nutzung von Wegen, Häusern und Wasserstellen gehindert wird. In vielen Nachkriegsgebieten behindert Streumunition die wirtschaftliche Entwicklung massiv.
„Es ist gut, dass nach der jüngsten Konferenz zum Verbot von Streumunition in Oslo ein internationaler Prozess zur Ächtung dieser Waffen in Gang gekommen ist“, betonte Wieczorek-Zeul. „Dieser muss jetzt mit deutscher Unterstützung zum Ziel geführt werden. Belgien, das Streumunition bereits per Gesetz verboten hat, sollte für Deutschland auf nationaler Ebene Vorbild sein“, sagte die Ministerin.




