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terre des hommes: Privatisierung löst Problem des Wassermangels nicht

tdhOsnabrück (epo.de). – Anlässlich des Weltwassertages am 22. März hat das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre des hommes gegen die Privatisierung der Wasserversorgung Stellung bezogen. „Jeder Tropfen zählt, das Motto des Weltwassertages 2007, darf nicht zum Argument für die Privatisierung der Wasserversorgung werden“, erklärte Wolf-Christian Ramm, Sprecher von terre des hommes. Beispiele wie  Mumbai in Indien zeigten, dass der Preis als Regulativ zur Senkung des Wasserverbrauchs nur bedingt hilfreich sei.

Es müsse darum gehen, mehr Verteilungsgerechtigkeit unabhängig  von der finanziellen Kaufkraft der Menschen herzustellen, forderte Ramm. „Private Freizeitparks in der indischen Metropole Mumbai verbrauchen jeden Tag Millionen Liter Wasser, während tausende Frauen in den Slums täglich stundenlang Schlange stehen müssen, um gerade einmal 20 Liter für eine ganze Familie zu bekommen“, kritisierte George Chira, Leiter des Indienprogramms von terre des hommes.

Die pro Kopf zur Verfügung stehende jährliche Wassermenge sei in Indien von 5.177 Kubikmeter im Jahr 1951 auf 1.865 Kubikmeter im Jahr 2000 zurückgegangen, so terre des hommes. Für das Jahr 2025 werde erwartet, dass durchschnittlich nur noch 1.342 Kubikmeter pro Kopf und Jahr zur Verfügung stehen – und dies, obwohl die indische Regierung Milliarden Euro staatliche Investitionen in Dämme und Bewässerungsprojekte investiert habe.

Terre des hommes verwies auch auf den erfolgreichen Protest von Basisorganisationen in Bolivien gegen Tariferhöhungen nach der Privatisierung der öffentlichen Wasserwerke. In La Paz hatte die Elternvereinigung ADIA, eine terre des hommes-Partnerorganisation aus den Armenvierteln im Nordosten der Stadt, dagegen protestiert, dass Sozialeinrichtungen und selbstverwaltete Kindergärten von der lokalen Tochterfirma des französischen Konzerns „Suez Lynnonaise des Eaux“ als Wirtschaftsbetriebe eingestuft wurden. Die Proteste hatten Erfolg. Nachdem der Konzern vor kurzem das Land verlassen hat, werden jetzt wieder niedrigere Tarife für Sozialeinrichtungen eingeführt. 

www.tdh.de

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