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WWF sieht in Kyoto einen ersten Schritt aus dem Treibhaus

WWFBerlin (epo). – Das Inkrafttreten des Kyoto Protokolls am 16. Februar markiert nach Einschätzung der Umweltstiftung WWF einen ersten wichtigen Schritt aus dem Treibhaus. „Das Kyoto Protokoll ist ein großer Erfolg, doch dürfen wir uns darauf nicht ausruhen“, erklärte Regine Günther, Leiterin des Klimareferats beim WWF Deutschland.

Die internationale Staatengemeinschaft habe sich verpflichtet, die klimaschädlichen Treibhausgase zu reduzieren, sagte Günther. Jetzt müsse man anspruchsvolle Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele auf den Weg bringen. Es gelte, die globale Erwärmung unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu halten. Nur so seien die Folgen des Klimawandels in einigermaßen akzeptabeln Grenzen zu halten. Das Kyoto-Protokoll biete den völkerrechtsverbindlichen Rahmen, hierauf müsse man aufbauen.

Der WWF skizziert in einem Neun-Punkte-Plan die nächsten Schritte. Neben ehrgeizigeren nationalen Klimaschutzzielen müsse man die Energiekonzerne stärker in die Pflicht nehmen. Dieser Bereich sei das Sorgenkind im internationalen Klimaschutz. Es gelte, das europäische Emissionshandelssystem auszubauen und die ärmeren Länder zu unterstützen. Mittelfristig müsse man zudem die USA und Australien wieder an Bord holen, die zu den Ländern mit dem größten Treibhausgasausstoß gehören.

Der WWF geht davon aus, dass die Industriestaaten ihren Kohlendioxidausstoß bis 2050 um 80 Prozent reduzieren müssen. Im Kyoto-Protokoll haben sich die Unterzeichnerstaaten auf eine Reduzierung um durchschnittlich fünf Prozent bis 2012 geeinigt. Damit diese Anstrengungen nicht verpuffen, müsse man schon jetzt über die Zeit nach 2012 nachdenken.

„Es geht um die Umstrukturierung der Wirtschaft. Wir müssen von fossilen Energien wie Kohle und Öl auf mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien umschalten“, so Regine Günther. Der WWF mache sich insbesondere für den Ausstieg aus der Kohleverstromung stark. 37 Prozent der weltweiten Energie bedingten Kohlendioxidemissionen entfielen auf den Stromsektor. Hier bestehe akuter Handlungsbedarf.

 WWF World Wide Fund For Nature

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