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ROG verurteilt Gewalt gegen Journalisten in Simbabwe

ROGBerlin/Paris (epo.de). – Die internationale Hilfsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) hat das gewaltsame Vorgehen der Regierung Simbabwes gegen unabhängige Journalisten scharf kritisiert. Gleichzeitig forderte die Organisation internationale Maßnahmen, um Medienleute in dem afrikanischen Land zu schützen, nachdem ein Journalist inhaftiert und ein weiterer in Haft geschlagen worden war.

Der Journalist Gift Phiri, der für die in London ansässige Tageszeitung „The Zimbabwean“ arbeitet, wurde nach den Recherchen von ROG am 1. April in Harare ohne Angabe von Gründen festgenommen. Der frühere Chefredakteur der inzwischen geschlossenen Zeitung „The Daily News“, Luke Tamborinyoka, musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, weil er im Gefängnis brutal zusammengeschlagen wurde.

„Auf den wachsenden Druck der Opposition reagiert die Regierung Simbabwes zunehmend mit Gewalt, auch gegen Journalisten“, so ROG. „Nur internationale Bemühungen, besonders innerhalb Afrikas, können die Willkür gegenüber oppositionellen Politikern und unabhängigen Medien beenden.“

Phiri konnte einem Freund noch per SMS von seiner Festnahme berichten. Der Journalist wurde offensichtlich von der Polizei gesucht, nachdem er in seinen Artikeln die Namen von Polizisten veröffentlicht hatte, die an Festnahmen von Oppositionellen, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten beteiligt waren.

Bereits im Februar 2006 wurde Phiri ROG zufolge von Unbekannten angegriffen. Sie warfen ihm vor, für die US-amerikanischen Radiosender Voice Of America (VOA) sowie für den zimbabwischen Radiosender Voice of People (VOP) zu arbeiten, der aus dem Ausland sendet.

Der ehemalige „Daily News“-Chef Tamborinyoka kam am 30. März auf Anordnung eines Richters ins Krankenhaus. Er war im Gerichtssaal in Ohnmacht gefallen, nachdem er in Haft  wiederholt zusammengeschlagen und dabei schwer verletzt worden war. Am 28. März durchsuchte die Polizei das Gebäude der Oppositionspartei „Movement for Democratic Change“ (MDC). Tamborinyoka und weitere 34 Parteimitglieder wurden festgenommen. Schon als die Polizei am 11. März mit einer Razzia gegen ein Treffen Oppositioneller vorging, sei Tamborinyoka brutal verprügelt worden, berichtete ROG.

www.reporter-ohne-grenzen.de

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