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Guatemala: Heimkehr nach 20 Jahren erzwungenem Exil

BMZBerlin (epo.de). – Nach mehr als 20 Jahren können in diesen Tagen 154 Guatemaltekinnen und Guatemalteken aus Bolivien in ihre Heimat zurückkehren. Die 30 Familien waren in den 80er Jahren nach Bolivien geflohen, um dem diktatorischen Regime und dem Bürgerkrieg in Guatemala zu entkommen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat für die Wiedereingliederung der Betroffenen 250.000 Euro zur Verfügung gestellt.

„Deutschland betrachtet die Rückführung dieser Flüchtlinge als wichtiges Zeichen für die Aussöhnung in Guatemala“, sagte Karin Kortmann, Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ. „In diesen Tagen finden vielfältige Bemühungen der Bundesregierung und des bolivianischen Erzbischof Edmundo Abastoflor Montero, aber auch vieler Nichtregierungsorganisationen ihren erfolgreichen Abschluss.“

Die Situation in Guatemala entspreche allerdings nicht den Hoffnungen, die mit dem Ende des Bürgerkriegs 1996 verbunden worden seien, sagte Kortmann. Organisierte Kriminalität, Drogenmafia, kriminelle Unterwanderung fast aller Staatsorgane und Korruption seien Hindernisse für eine friedliche, gleichberechtigte und zukunftsfähige Entwicklung des Landes. Die Regierung müsse Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte endlich in die Lage versetzen, mit rechtsstaatlichen Mitteln gegen diese Erosion des Staates vorzugehen, forderte Kortmann.

 www.bmz.de

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