Brüssel. – In einer gemeinsamen Erklärung haben Außenminister der EU und weiterer Staaten Israel wegen der Verhinderung effektiver Hilfslieferungen für die hungernde Bevölkerung in Gaza kritisiert. Aufgrund restriktiver neuer Registrierungspflichten für internationale NGOs könnte sich die humanitäre Lage noch weiter verschlechtern, warnen die Minister sowie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.
«Wir fordern die Regierung Israels auf, alle internationalen NGO-Hilfslieferungen zu bewilligen und wichtige humanitäre Akteure aus dem Betrieb zu entsperren», heißt es in der Erklärung:
«Sofortige, dauerhafte und konkrete Schritte müssen unternommen werden, um den Vereinten Nationen, internationalen NRO und humanitären Partnern einen sicheren, großflächigen Zugang zu ermöglichen. Alle Grenzübergänge und -routen müssen verwendet werden, um eine Flut von Hilfen nach Gaza zu ermöglichen, einschließlich Nahrungsmitteln, Nahrungsvorräten, Unterkünften, Treibstoff, sauberem Wasser, Medizin und medizinischer Ausrüstung. Tödliche Gewalt darf nicht an Verteilungsstellen eingesetzt werden, und Zivilisten, humanitäre Helfer und medizinisches Personal müssen geschützt werden.»
Die EU-Minister dankten den USA, Katar und Ägypten für ihre Bemühungen, auf einen Waffenstillstand in Gaza zu drängen. Die Erklärung ist unterzeichnet von den Außenministern Australiens, Belgiens, Kanadas, Zyperns, Dänemarks, Estlands, Finnlands, Frankreichs, Griechenlands, Irlands, Italiens, Japans, Lettlands, Litauens, Luxemburgs, Maltas, der Niederlande, Norwegens, Portugals, der Slowakei, Sloweniens, Spaniens, Schwedens, der Schweiz und des Vereinigten Königreichs. Deutschlands Außenminister hat die Erklärung nicht unterzeichnet.
Bild: EEAS-Post zu Gaza auf X.com. Screenshot by epo.de
Quelle: EEAS Press Team







