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Prominente unterstützen Appell zur Rettung Darfurs

GfbVBerlin (epo.de). – Mit einem von zahlreichen Prominenten unterstützten Appell, der von Völkermord bedrohten schwarzafrikanischen Zivilbevölkerung in Darfur zu helfen und Sanktionen gegen die sudanesische Regierung zu verhängen, haben sich Fairplanet und die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt. „Es ist eine Frage der Menschlichkeit, dieses Morden nicht länger hinzunehmen,“ heißt es in dem Appell, den unter anderen Anne Will, Roger Willemsen, Nina Ruge, Franziska van Almsick, Stefanie Hertel, Peter Maffay sowie die Söhne Mannheims unterzeichnet haben.

Der Aufruf ist der Auftakt zu der breit angelegten Informationskampagne RettetDarfur.de, die Fairplanet und die GfbV anlässlich des Global Day for Darfur in Berlin vorstellten. In weltweit mehr als 300 Städten in 35 Ländern finden an diesem Wochenende Aktionen, Demonstrationen und Mahnwachen für Darfur statt.

Dieser Tage wurde das Internetportal RettetDarfur.de gelauncht. „Ab sofort sind Informationen über das Schicksal der Zivilbevölkerung in Darfur also einfach zugänglich“, sagte Ute Schechtel von Fairplanet. „Auf RettetDarfur.de halten wir aber auch Petitionen zum Abruf bereit, rufen zu Aktionen auf und versuchen darzulegen, warum die Politik unserer Meinung nach bislang versagt hat.“

Sänger Cosmo Klein, der den Appell an Angela Merkel ebenfalls unterzeichnet hat, betonte, dass es wichtig sei die breite Öffentlichkeit für das Geschehen in Darfur zu sensibilisieren: „Ich finde es erschreckend, wie wenig diese Katastrophe in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und wie zögerlich auf politischer Ebene agiert wird.“

„Europas Realpolitik gegenüber dem Sudan geht über Leichen, kritisierte auch Ahmed Musa, Sprecher der Darfur-Hilfe (Münster) die Untätigkeit der europäischen Regierungen. Der GfbV-Afrika-Experte Ulrich Delius appellierte eindringlich an die Bundeskanzlerin: „Frau Merkel, stehen Sie zu Ihrem Wort, Afrika nicht zu vergessen. Die Menschen in Darfur warten auf ihre Hilfe – jetzt!“ Bis zu 400.000 Menschen seien dem Genozid bereits zum Opfer gefallen. Rund 2,7 Millionen seien von arabischen Reitermilizen, unterstützt von der sudanesischen Armee und Luftwaffe, vertrieben worden; das Überleben von drei Millionen Menschen hänge von Hilfslieferungen ab.

? www.gfbv.de

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