Lyon. – In einer koordinierten Aktion namens „Operation Serengeti 2.0“ haben Strafverfolgungsbehörden von 18 afrikanischen Staaten sowie die internationale Polizeibehörde Interpol fast 12.000 Netzwerke von Cyberkriminellen zerschlagen. 1.209 Personen wurden festgenommen und rund 100 Millionen US-Dollar sichergestellt. Wie Interpol mit Sitz in Lyon weiter erklärte, lief die Operation seit Juni 2025. Den Verantwortlichen wird „schwerwiegende und folgenschwere Cyberkriminalität“ vorgeworfen.
Zu den verfolgten Straftaten gehörte die Verschlüsselung von Daten auf fremden Computern mit dem Ziel, ein Lösegeld für die Freigabe zu fordern. Auch Online-Betrug und die Verbreitung von betrügerischen E-Mails an Unternehmen wird den mutmaßlichen Tätern vorgeworfen. Die Interpol-Aktion lief unter dem Namen „Operation Serengeti 2.0“ und folgte auf eine gleichnamige Aktion vom Herbst des vergangenen Jahres.
Betrug mit angeblichen Erbschaften bringen nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden weiterhin erhebliche Gewinne ein, erklärte Interpol. In der Elfenbeinküste sei ein auf deutsche Opfer spezialisiertes Netzwerk ausgehoben worden. Bei den Verdächtigen wurden Elektronikgeräte, Schmuck, Bargeld, Fahrzeuge und Dokumente sichergestellt. Die Opfer hatten angebliche Gebühren für falsche Erbschaften bezahlt. Sie hatten insgesamt rund 1,6 Millionen US-Dollar an die Täter überwiesen.
Grafik: Interpol
Quelle: interpol.int







