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Wir sind noch nicht im Krisenmodus …

Ambia Mohammed is left struggling to look after her grandchildren. Their mother, Ambia's daughter Habiba, died having reached Dadaab from Somalia. Photo: Andy Hall/Oxfam, via Wikimedia Commons and epo.de

ARTE-Dokumentation : „Klimavertriebene – ohne Heim, ohne Rechte“

Es gibt Katastrophen, die offenbar zu groß sind und zu langsam passieren, als dass der menschliche Verstand sie wirklich begreifen und rational einordnen könnte. Dazu gehört die Klimakatastrophe, die bereits jeden Tag Menschenleben fordert, bei uns aber weitgehend aus der politischen Agenda und der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden ist. Seit September 2022 führt Entwicklungspolitik Online ein Klimakrisentagebuch, um dieser Ignoranz entgegenzuwirken. Jetzt zeigt ARTE in einer Dokumentation, die am 26. August um 21:35 Uhr im Rahmen des Themenabends „Klimakrise“ ausgestrahlt wird, einmal mehr die Folgen auf: Viele Regionen werden für den Menschen unbewohnbar, und die vom Klimawandel Vertriebenen werden irgendwann vor unserer Tür stehen.

Durch die Klimakrise werden inzwischen mehr Menschen vertrieben als durch Kriege und Konflikte. Im Jahr 2023 gab es 26 Millionen Klimaflüchtlinge, bis 2050 könnten es bereits mehr als 220 Millionen sein. «Einen universellen Rechtsrahmen, der ihnen Schutz bieten würde, gibt es nicht, und die internationale Gemeinschaft schaut weg – zweifellos wie gelähmt von den Katastrophenszenarien eines massiven Zustroms Geflüchteter in die Industrieländer», so ARTE. Am Beispiel von Bangladesch, Kolumbien und kleiner Pazifikstaaten zeigt der Sender, wie die betroffenen Menschen und Länder auf die Klimakatastrophe reagieren.

  • In Bangladesch haben Naturkatastrophen in den vergangenen zehn Jahren bereits fast 15 Millionen Menschen zu Binnenvertriebenen gemacht. In neuen Modelldörfern erhalten Gemeinschaften, die durch Erosion und Versalzung der Böden vertrieben wurden, Unterkunft und Land.
  • In Kolumbien sorgte der Druck von Anwälten für die juristische Anerkennung der ersten Opfer des Klimawandels. Nach diesem historischen Urteil sind nicht nur Gewalt und bewaffnete Konflikte, sondern auch Umweltfaktoren Ursache für Vertreibungen.
  • Im Pazifik setzt man angesichts des steigenden Meeresspiegels, der die Existenz mehrerer Staaten bedroht, auf regionale Solidarität.

Foto (gemeinfrei): Ambia Mohammed is left struggling to look after her grandchildren. Their mother, Ambia’s daughter Habiba, died having reached Dadaab from Somalia. Photo: Andy Hall/Oxfam, via Wikimedia Commons, CC BY 2.0

ARTE- DOKUMENTATION „KLIMAVERTRIEBENE: OHNE HEIM, OHNE RECHTE“
Autor: FRANÇOIS-XAVIER TRÉGAN
Redaktion: CLAUDIA BUCHER (ARTE G.E.I.E.)

Im Sender ARTE am 26. AUGUST 2025, um 21.35 UHR
Auf ARTE.TV noch bis 23. November

=> Lesen Sie dazu das Interview von Marion Sippel (ARTE Deutschland) mit dem Schweizer Völkerrechtler Professor Walter Kälin.

=> Das Interview zum Download (mp3)

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