Bonn. – Nach dem schweren Erdbeben in Afghanistan startet die internationale Hilfsorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe erste Nothilfemaßnahmen in den besonders betroffenen Gebieten. Im Fokus steht die Unterstützung betroffener Familien mit Bargeldhilfen für Unterkünfte, Lebensmittel, Trinkwasser oder Brennholz. Nach aktuellen Schätzungen kamen in Folge der verheerenden Beben mindestens 900 Menschen ums Leben, mehr als 3.000 sind verletzt. Einsatzkräfte suchen unermüdlich weiter nach Überlebenden, aber die Suche in den betroffenen Gebieten ist besonders herausfordernd.
Ein Sprecher der Taliban sprach am 4. September von mehr als 2.000 Todesopfern. „Das wirkliche Ausmaß des Bebens ist nur schwer zu begreifen, da die betroffenen Regionen sehr schwer und teilweise nur zu Fuß erreichbar sind. Zudem sind wichtige Zufahrtswege aufgrund der Beben blockiert und es fehlt an technischem Gerät und Ausrüstung für die Bergungsarbeiten.
Vielerorts suchen Betroffene mit bloßen Händen nach Überlebenden“, erklärte der Help-Landesdirektor in Afghanistan, Shafi Shirzad. „Neben technischer Ausrüstung benötigen die Menschen jetzt dringend Wasser, warme Mahlzeiten, Unterkünfte und medizinische Versorgung. Um die Betroffenen bestmöglich unterstützen zu können, sind wir dringend auf Spenden angewiesen.“
Help ist seit über 40 Jahren in Afghanistan aktiv. Aktuell versorgen Help-Teams von Armut betroffene Familien im Westen Afghanistans mit Hilfsgütern und Bargeld. Darunter zahlreiche Menschen, die zwangsweise aus dem Iran nach Afghanistan deportiert wurden.
Foto: Nothilfe Afghanistan Copyright © „MUSTAFA NOORI / Help – Hilfe zur Selbsthilfe“.
Quelle: help-ev.de






