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EIRENE Fachtagung endet mit Bonner Erklärung für eine Reduzierung der Militärausgaben

eireneBonn/Neuwied (epo.de). – Im Rahmen seines 50-jährigen Jubiläums hatte der Internationale Christliche Friedensdienst EIRENE Vertreter von Partner-organisationen aus Afrika, Lateinamerika, Nordamerika sowie West- und Osteuropa zu einer Fachtagung nach Bonn eingeladen. In ihrer „Bonner Erklärung“ fordern sie weltweit eine Verringerung der Ausgaben für Rüstung und internationale Militäreinsätze.

Unter dem Titel „Die Gewalt überwinden – Zeichen setzen für Frieden und Gerechtigkeit“ diskutierten vom 20. bis 23. Mai in Bonn mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus elf Ländern (Deutschland, Nicaragua, Burundi, Niger, Tschad, Niederlande, den USA, Frankreich, Nordirland, Rumänien und Marokko) die Herausforderungen an die Friedens- und Entwicklungsarbeit in den kommenden Jahren.

Zum Abschluss der Tagung sprachen sich die Teilnehmer in der „Bonner Erklärung“ für eine weltweite Reduzierung der Militärhaushalte sowie der Ausgaben für internationale Militäreinsätze aus und forderten deren Umwidmung in Maßnahmen der zivilen Konfliktbearbeitung und der Entwicklungszusammenarbeit.

Die „Bonner Erklärung“ formuliert die grundlegenden (Heraus-) Forderungen für die weitere friedens- und entwicklungspolitische Arbeit, denen sich EIRENE in Zeiten zunehmender Globalisierung stellen will. So heißt es in dem Dokument: „Wir fordern eine Strategie wirtschaftlicher Entwicklung, die sich am Prinzip der Nachhaltigkeit orientiert, damit diese Welt zukunftsfähig und lebenswert bleibt.“

Die Geschäftsführerin von EIRENE, Angela König, machte deutlich, dass sich EIRENE als Friedens- und Entwicklungsorganisation auch in Zukunft der Aufgabe stellen will, auf Basis einer grundsätzlichen Gewaltfreiheit einen Betrag zu Frieden und Gerechtigkeit zu leisten. „Unsere im Ausland tätigen Fachkräfte und Freiwilligen solidarisieren sich mit sozialen Randgruppen und setzen in ihrem Dienst Zeichen der Hoffnung und der Mitmenschlichkeit in der festen Überzeugung, dass eine andere, gerechtere Welt, möglich ist.“

EIRENE entsendet jährlich mehr als 100 Entwicklungshelferinnen und -helfer nach Afrika, Lateinamerika, Nordamerika und Europa und finanziert Entwicklungsprojekte. Seit seiner Gründung vor 50 Jahren wurden über 1.700 Personen weltweit eingesetzt und hunderte von Entwicklungsprojekten gefördert.

www.eirene.org

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