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Bildung für Flüchtlinge: Prekäre Lage, aber auch Fortschritte

Bild: Cover UNHCR-Report 2025 zur Bildung

Bonn. – Trotz positiver Tendenzen in bestimmten Bildungsbereichen können Millionen geflüchtete Kinder und Jugendliche weiterhin nicht zur Schule gehen. Auf diesen Missstand macht die UNO-Flüchtlingshilfe anlässlich des Weltkindertags (20. September) aufmerksam. Laut „Education Report“, der neuen Studie des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), haben von den rund 12,4 Millionen Flüchtlingen im Schulalter knapp die Hälfte – etwa 5,7 Millionen Kinder – keinen Zugang zu Bildung.

„Die Situation wird noch verschärft durch die stetig steigende Zahl von gewaltsam vertriebenen Menschen – Ende letzten Jahres waren es mehr als mehr 123 Millionen – der eine massive Kürzung internationaler Hilfsgelder gegenübersteht, sagt Mark Ankerstein, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe. „Bildung ist ein Menschenrecht und der Schlüssel zu einem besseren Leben, das wir diesen Kindern nicht verwehren dürfen.“

Geschlechterparität rückt näher

Trotz der prekären Lage nennt die Studie auch positive Entwicklungen. So hat sich die Bildungssituation für geflüchtete Mädchen laut „Education Report“ etwas verbessert. Sowohl bei der Primär- als auch der Sekundärbildung verringerte sich die Ungleichheit zwischen Mädchen und Jungen auf lediglich zwei Prozentpunkte. In der Primärbildung sind es demnach 62 Prozent der Mädchen (Jungen: 64 Prozent), die zur Schule gehen können und 29 Prozent bei der Sekundarbildung (Jungen: 31 Prozent). Insbesondere in Kenia und Angola gab es bemerkenswerte Fortschritte in Richtung Geschlechterparität: In Angola wurden laut Studie bereits mehr Mädchen als Jungen in die Grundschule eingeschrieben.

Mehr Flüchtlinge können studieren

Auch bei der tertiären Bildung, beim Zugang von Flüchtlingen zu Hochschulen und Universitäten in den Aufnahmeländern, hat sich deren Anteil gesteigert: von sieben Prozent auf aktuell neun Prozent, berichtet die neue Bildungsstudie.

Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt die Bildungsprogramme des UNHCR finanziell – 2024 waren es 3,2 Millionen Euro. Darunter ist das DAFI-Stipendienprogramm, das Flüchtlingen die Möglichkeit bietet, ein Hochschulstudium in zu absolvieren. Dieses Programm, das 1992 von der deutschen Bundesregierung ins Leben gerufen wurde und vom UNHCR umgesetzt wird, hat seitdem mehr als 27.000 Flüchtlinge weltweit gefördert. Seit Anfang 2024 hat die UNO-Flüchtlingshilfe DAFI mit fast 1,7 Millionen Euro unterstützt.

Grafik: Bild: Cover UNHCR-Report 2025 zur Bildung

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Quelle: uno-fluechtlingshilfe.de

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