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ONE-Jugend kämpft gegen geplante EZ-Kürzungen

Bundestag-Plenarsaal. Foto by Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

Berlin.- Mit klaren Worten wenden sich junge Menschen an die Politik: Rund 25 Jugendbotschafter*innen der Entwicklungsorganisation ONE sind vom 24. bis 26. September in Berlin unterwegs, um Abgeordnete verschiedener Parteien davon zu überzeugen, die geplanten Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit zu stoppen. Auf ihrem Programm stehen Gespräche mit 15 Politikerinnen, darunter SPD-Fraktionschef Matthias Miersch und Bärbel Kofler, Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium.

Im Mittelpunkt ihrer Forderungen steht der Erhalt der deutschen Beiträge zum Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. Die Bundesregierung plant, die Mittel um 35 Prozent zu kürzen – von bislang 1,3 Milliarden auf 850 Millionen Euro. Laut einer Studie von ONE könnten diese Einsparungen rund 650.000 Menschenleben kosten.

Für die Jugendbotschafter*innen kommt die Haushaltswoche im Bundestag zu einem entscheidenden Zeitpunkt. „Die geplanten Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit müssen gestoppt werden, insbesondere im Bereich globale Gesundheit“, lautet ihre Botschaft.

„HIV ist nicht nur eine Statistik“

Besonders eindringlich formuliert es Yasmin Kahumuza, 23, Lehramtsstudentin aus Saarbrücken: „Ich bin der Beweis, dass ein starkes Gesundheitssystem Leben verändert. Meine Mutter lebt mit HIV, aber ich bin gesund. HIV ist nicht nur eine Statistik. Es ist meine Familie, mein Leben und es kann gestoppt werden. Schon heute gibt es ein Drittel weniger Neuinfektionen als vor zwanzig Jahren. Aber diese Erfolge sind durch Kürzungen bedroht. Diese Kürzungen kosten Leben. Deshalb fahre ich nach Berlin und fordere unsere Bundestagsabgeordneten auf, entschlossen den Kampf gegen vermeidbare Krankheiten voranzutreiben!”

Der Globale Fonds

Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria wurde 2002 gegründet und hat seither nach eigenen Angaben rund 70 Millionen Menschenleben gerettet – mehr als die Bevölkerung von Frankreich oder Großbritannien. Er gilt als zentrales Instrument im weltweiten Kampf gegen die drei Krankheiten und wird auch von unabhängigen Expert*innen regelmäßig als besonders wirksam bewertet.

Die Jugendbotschafter*innen wollen nun erreichen, dass Deutschland seine internationale Verantwortung wahrnimmt und von den geplanten Kürzungen Abstand nimmt.

Quelle: www.one.org

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