Hamburg. – 80 Prozent der deutschen Bevölkerung sind für einen sofortigen Stopp der Waffenlieferungen an Israel. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Forsa-Umfrage, die von der Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland in Auftrag gegeben wurde. Die Mehrheit der Deutschen (57 Prozent) hält auch den Vorwurf für geerechtfertigt, die israelische Regierung begehe mit ihrem Vorgehen im Gazastreifen einen Völkermord.
„Die Umfrageergebnisse sind ein eindringliches Signal, dass die Menschen in Deutschland ein Ende der Gewalt wollen“, erklärte Petra Berner, Vorstandsvorsitzende von Plan International Deutschland. „Die Lage im Gazastreifen ist für die Zivilbevölkerung katastrophal, ganz besonders für Kinder und noch einmal mehr für Mädchen, die oft zusätzlich gefährdet sind. Es ist absolut essenziell, dass humanitäre Organisationen ungehinderten Zugang zu den betroffenen Menschen erhalten, um Leben zu retten und die Schutzbedürftigsten zu erreichen.“
Petra Berner sieht sich vor dem Hintergrund dieser Umfrageergebnisse in dem Appell von Plan International nach einem Stopp der Waffenlieferungen nach Israel bestätigt und ruft erneut dazu auf, die Gewalt in der Region zu beenden. „Dazu gehört neben dem Ende der Kampfhandlungen und dem ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe auch die Freilassung aller Geiseln. Das Sterben und das Leid müssen ein Ende haben.“
Repräsentative Befragung
Laut der Befragung, die im Zeitraum vom 11. bis 16. September 2025 unter 1.003 Bundesbürger:innen ab 18 Jahren durchgeführt wurde, könnten sich 54 Prozent der Deutschen grundsätzlich vorstellen, für die Versorgung der Bevölkerung im Gazastreifen etwas zu spenden oder haben das nach eigenen Angaben schon einmal getan. Bislang hat Plan International allein in diesem Jahr gut 575.000 Euro an Spenden für Hilfsmaßnahmen in Gaza eingenommen. Plan International und seine Partnerorganisationen leisten im Gazastreifen sowie in den Nachbarländern Jordanien, Ägypten und Libanon umfassende Hilfe. Diese umfasst etwa Lebensmittelpakete, warme Mahlzeiten, Wasser, Hygiene-Artikel, Erste-Hilfe-Kits sowie Decken und Winterkleidung.
Foto: A girl searching for food in Gaza. Gemeinfrei, via Wikimedia Commons
Quelle: plan.de







