Berlin. – Droht der Golfstrom, der für ein angenehmes Klima in Nordwesteuropa sorgt, zu versiegen? Das Risiko ist höher als bisher angenommen, wie epo bereits berichtet hat. Jetzt belegen Daten des Copernicus Marine Service, dass der Aufstieg von kaltem, nährstoffreichem Wasser im Golf von Panama in diesem Jahr erstmals ausgeblieben ist. Der Panama-Golfstrom ist Teil der Atlantischen Umwälzzirkulation. Die Folgen können eine geringere Nährstoffverfügbarkeit und eine Beeinträchtigung der marinen Ökosysteme sein.
Im Golf von Panama steigt in den trockenen Monaten von Januar bis April kaltes, nährstoffreiches Wasser aus der Tiefe des Ozeans an die Oberfläche und spielt eine entscheidende Rolle für die Meeresproduktivität und die regionale Klimaregulierung, so das europäische Erdbeobachtungssystem Copernicus. Im Jahr 2025 fand dieser Auftrieb jedoch zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen nicht statt.
Die wissenschaftliche Analyse führt dies auf eine verringerte Windaktivität zurück, da normalerweise Küstenwindjets den Auftrieb kalten Wassers verursachen. „Das Fehlen dieses Ereignisses kann wichtige ökologische Auswirkungen haben, einschließlich geringerer Nährstoffverfügbarkeit und erhöhter Belastung der marinen Ökosysteme, schreibt Copernicus.
Die Grafik zeigt die Meeresoberflächentemperatur (SST) in der Gegend im März 2024 und März 2025. Der Vergleich zeigt deutliche wärmere Oberflächengewässer im März 2025 im Vergleich zu 2024.
Photo: European Union, Copernicus Marine Service Data
Quelle: copernicus.eu







