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Gewerkschafter gegen Waffenlieferungen an Israel

Gewerkschafter protestieren gegen Waffenlieferungen an Israel.

Leipzig. – Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter protestieren mit einem bundesweiten Solidaritätsaufruf gegen die fristlose Kündigung des DHL-Beschäftigten und ver.di-Vertrauensmanns Christopher. Er soll wegen einer Rede auf einer Kundgebung gegen Waffenlieferungen an Israel fristlos gekündigt worden sein.

Ursache der Entlassung Christophers sei eine Rede bei einer Demonstration am Flughafen Leipzig/Halle gewesen, teilte die Initiative „Kein Transport für Völkermord – Solidarität mit Christopher“ am Samstag mit. In der Rede habe er auf internationale Beispiele verwiesen, in denen Arbeiter:innen Waffenlieferungen blockierten, und gefordert: „Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter. Kein Transport für Völkermord!“

Bei der Demonstration Ende August beteiligten sich der Initiative zufolge 600 bis 700 Menschen an einem Marsch zum Flughafen. Dieser sei ein zentrales Drehkreuz für militärische Transporte der Bundesrepublik. Laut Bundesanwaltschaft seien vom Flughafen aus anderem Drohnen geliefert worden. Mit DHL-Flügen seien neben zivilen Waren auch sicherheitsrelevante Güter transportiert worden, darunter Dual-Use-Güter, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind.

Christopher sei zunächst freigestellt und dann fristlos gekündigt worden. Die Kampagne fordert die sofortige Rücknahme der Kündigung, die juristische und politische Verteidigung durch die Gewerkschaften sowie ein aktives Vorgehen gegen Rüstungstransporte.

Zu den Erstunterzeichnern der Kampagne gehören nach Angaben der Intiative Vertrauensleute und Betriebsratsmitglieder aus verschiedenen Unternehmen und Branchen, Gewerkschaftsfunktionär:innen von ver.di, IG Metall, GEW und weiteren Gewerkschaften, Beschäftigte aus akademischen Einrichtungen, dem Gesundheitswesen, der Luftfahrt sowie dem Logistik- und Transportbereich. Auch Abgeordnete auf Bundes- und Landesebene seien unter den Unterstützern.

Die Initiative „Kein Transport für Völkermord“ fordert die sofortige Rücknahme der Kündigung von Christopher und eine juristische und politische Verteidigung durch die Gewerkschaften.

Quelle: gewerkschafter4gaza.de

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