
Die Gesellschaft für bedrohte Völker wies am Donnerstag gemeinsam mit anderen Menschenrechtsorganisationen und Aktionsgruppen in einer großformatigen Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf die Lage in Darfur hin. Bundeskanzlerin Merkel, der britische Premierministers Tony Blair und der neue französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hätten in den vergangenen Wochen einhellig bekundet, dass die Situation in Darfur unerträglich sei und sich für Sanktionen ausgesprochen, so die GfbV. Doch trotz dieser „Bekundungen“ von drei der wichtigsten europäischen Persönlichkeiten habe Europa bis heute keine konkreten Schritte für den Schutz der unter furchtbaren Verbrechen leidenden schwarzafrikanischen Zivilbevölkerung ergriffen, wird in der Anzeige kritisiert.
In 20 gemeinsamen Erklärungen hätten EU-Außenminister in den vergangenen drei Jahren 57 Mal ihre „Bedenken“ in Bezug auf Darfur zum Ausdruck gebracht, kritisierte die GfbV. „Genug der Versprechen. Genug der Bedenken. Jetzt ist es Zeit zu handeln“, appellierten Darfur-Hilfe, Fairplanet, Gesellschaft für bedrohte Völker, Globe for Darfur, Human Rights Watch, und wadi an Merkel.




