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EED und Brot für die Welt mahnen gerechte Handelspolitik an

EEDBonn/Stuttgart (epo.de). – Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und „Brot für die Welt“ haben vor den negativen Folgen neuer Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den afrikanischen, karibischen und pazifischen Ländern gewarnt. Gemeinsam mit ihren Partnern aus den betroffenen Regionen befürchten sie Rückschläge in der Armutsbekämpfung.

Zum Auftakt eines Treffens von Parlamentariern aus über 100 Ländern luden die kirchlichen Hilfswerke „Brot für die Welt“ und Evangelischer Entwicklungsdienst (EED) die Abgeordneten zu einem Empfang. „Gemeinsam mit unseren kirchlichen Partnern aus Afrika möchten wir an die Abgeordneten appellieren, sich konsequent für gerechte Handelsbeziehungen einzusetzen“, sagte Danuta Sacher, Leiterin der Abteilung Politik und Kampagnen bei „Brot für die Welt“.

Hintergrund sind die so genannten „Wirtschaftspartnerschaftsabkommen“ (EPAS) – Freihandelsabkommen, die zurzeit zwischen der EU und 79 Staaten aus Afrika, der Karibik und dem pazifischen Raum (AKP) verhandelt werden. Die Verhandlungen, die schon im Jahr 2002 begannen, sind jetzt in einer entscheidenden Phase und sollen bereits Ende 2007 abgeschlossen werden.

Beratungen der beiden Werke mit ihren Partnern im Süden hatten die Befürchtung bestätigt, dass die EPAs negative Konsequenzen gerade für die Armen haben werden. Michael Frein, Handelsexperte beim EED: „Freier Handel, wie die EU ihn durchsetzen will, ist das falsche Instrument für Armutsbekämpfung und Entwicklung in Afrika. Wenn afrikanische Kleinbauern nicht mehr durch Zölle vor der subventionierten Billigkonkurrenz aus Europa geschützt werden dürfen, können sie ihre Produkte nicht mehr vermarkten und verlieren ihre Existenzgrundlage.“

Anlass für den Empfang der kirchlichen Werke ist die Paritätische Parlamentarische Versammlung AKP-EU, die zu gleichen Teilen aus Abgeordneten des Europäischen Parlaments und Abgeordneten aus Afrika, der Karibik und dem pazifischen Raum (AKP-Staaten) besteht. Die Parlamentarier kommen zweimal im Jahr zusammen, um vor allem über entwicklungspolitische Fragen zu beraten. Das Treffen findet in Wiesbaden, und damit zum ersten Mal in seiner 22-jährigen Geschichte in Deutschland statt.

www.eed.de
www.brot-fuer-die-welt.de

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