Panama-Stadt. – Kriege und Konflikte dominieren mit 52 Prozent derzeit die öffentlichen Sorgen, während der Klimawandel mit 31 % deutlich zurückliegt. Das zeigt eine globale Verbraucherumfrage, die der Forest Stewardship Council (FSC) gemeinsam mit dem Forschungsinstitut IPSOS in 50 Ländern unter mehr als 40.000 Personen durchgeführt hat.
Besonders deutlich ist der Rückgang der öffentlichen Besorgnis über den Klimawandel trotz des heißesten Jahres seit Beginn der Aufzeichnungen in Europa: In Frankreich, Dänemark, Spanien, Großbritannien und Deutschland sind die öffentlichen Bedenken hinsichtlich der Klimakrise seit 2022 um 6,5 bis 10 Prozentpunkte zurückgegangen. In Deutschland sank der Wert von 42 % im Jahr 2022 auf 34 % in 2025.
In Japan nahm die Besorgnis über das Klima seit 2022 mit plus 9,5 % hingegen deutlich zu. In Brasilien hat sie sich fast verdoppelt – von 18 auf 33 %. In Kenia sank die Besorgnis um 12 Punkte, von 42 auf 30 %.
Verbraucher belohnen Nachhaltigkeit
Trotz sinkender Besorgnis im globalen Durchschnitt zeigt das Verbraucherverhalten laut FSC starke Klimawerte: 72 % der Verbraucherinnen und Verbraucher in 29 Märkten weltweit geben an, dass sie Produkte bevorzugen, die weder Pflanzen noch Tieren schaden.
„Die Umfrage zeigt einen klaren Widerspruch: Die Menschen geben an, sich weniger Sorgen um den Klimawandel zu machen, und dennoch belohnen sie Marken, die Nachhaltigkeit nachweisen können. Diese Diskrepanz zwischen abstrakten Konzepten und praktischen Entscheidungen weist auf einen klaren Bedarf hin: Klimaschutzmaßnahmen müssen im täglichen Leben greifbar gemacht werden“, sagt Subhra Bhattacharjee, Generaldirektorin des FSC.
Die Ergebnisse der Umfrage werden in dieser Woche auf der FSC-Generalversammlung in Panama diskutiert. Hauptthema der Versammlung ist die Zukunft einer verantwortungsvollen Waldwirtschaft und ihre Rolle bei der Bewältigung der Klimakrise.
Quelle: fsc.org







