Berlin. – Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch sieht im Start der Tropical Forests Forever Facility (TFFF) wichtige Chancen. Die TFFF könne einen Wendepunkt im globalen Waldschutz markieren – aber nur, wenn sie glaubwürdig ausgestaltet wird, erklärte Ute Sudmann, Bereichsleiterin für Zukunftsfähige Finanzflüsse bei Germanwatch.
Bundeskanzler Friedrich Merz sollte eine finanzielle Beteiligung für den internationalen Waldschutz in Aussicht stellen. Eine verbindliche Finanzzusage für die TFFF sollte jedoch erst erfolgen, wenn robuste Umwelt-, Sozial- und Transparenzstandards feststehen, erklärte Germanwatch zum Start der TFFF.
Julia Grimm, Referentin für Klimafinanzierung bei Germanwatch, betont: „Deutsche Gelder in die TFFF sollten unbedingt fließen, wenn ein Durchbruch für den Schutz des Regenwaldes organisiert wird. Das ist aber erst gesichert, wenn klare ökologische, menschenrechtliche und soziale Standards für die geplanten Investitionen gelten. Während für Unternehmensanleihen bislang nur eine Ausschlussliste für Umweltaspekte und keine Sozialstandards vorgesehen sind, sollen für Staatsanleihen gar keine Einschränkungen gelten – das wäre ein gravierendes Versäumnis.” Ebenso wichtig sei, dass Umwelt- und Sozialrisiken transparent nachverfolgt und die Ausschlusskriterien öffentlich zugänglich gemacht werden.
Die von Brasilien initiierte TFFF soll durch die Kombination öffentlicher und privater Gelder einen dauerhaften Kapitalstock aufbauen, aus dessen Erträgen Tropenwaldländer künftig jährliche Zahlungen für den Erhalt ihrer Wälder erhalten sollen. Mindestens 20 Prozent dieser Mittel sollen direkt an indigene Völker und lokale Gemeinschaften fließen.
Foto: Zerstörter Tropenwald durch Kohleherstellung bei Carajás im brasilianischen Bundesstaat Pará. Foto © epo.de
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Quelle: germanwatch.org







