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Entwicklungsministerin reist nach São Paulo und Belém

Reem Alabali-Radovan. Foto: BMZ

Berlin. – Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) reist nach Brasilien. Zunächst stehen Projektbesuche und Gespräche mit der deutschen Wirtschaft in São Paulo auf dem Programm. Anschließend nimmt sie an der Weltklimakonferenz COP30 in Belém im brasilianischen Bundesstaat Pará teil.

„Die strategische Zusammenarbeit mit Brasilien und die Stärkung des Multilateralismus stehen im Zentrum meiner Reise“, sagte Alabali Radovan vor ihrer Abreise am Freitag. „Gerade angesichts geopolitischer Unsicherheiten und Handelskonflikte bauen wir auf verlässliche Partnerschaften weltweit. Klimaschutz macht nicht an Grenzen Halt und braucht ein gutes, vernetztes System. Brasilien nimmt als Vorreiter in Sachen Klimaschutz, einflussreiches Schwellenland und wichtigster deutscher Handelspartner in Südamerika eine besondere Rolle ein.

Ihre Reise an den Amazonas stelle „die Menschen in den Mittelpunkt, die der Klimawandel unmittelbar betrifft“, erklärte die Ministerin. Dabei sei ihr wichtig, „dass wir eng mit der indigenen Bevölkerung zusammenarbeiten“ – bei Waldschutz und nachhaltiger Bewirtschaftung, beim Anbau von nachhaltigem Kakao für Schokolade oder bei Kosmetikprodukten.

„Zugleich öffnet Klimaschutz Chancen für die deutsche Wirtschaft, neue Arbeitsplätze und ist ein Türöffner für klimafreundliches Wachstum“, betonte die Ministerin. „Für die deutsche Wirtschaft ist Brasilien von besonderer Bedeutung. Bei Gesprächen in São Paulo als größtem deutschen Industriestandort außerhalb Deutschlands steht die Vernetzung von Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft im Zentrum. Deutsche und brasilianische Interessen sollen hier Hand in Hand gehen. Das zeigt sich am Beispiel des klimafreundlichen Metrobaus in São Paulo, der von deutschen und europäischen Zulieferern unterstützt wurde.“

Im Ökoschutzgebiet der Ilha do Combu unterstütze das BMZ die Kakao- und Schokoladenproduktion, „ohne dass dafür Wald gerodet werden muss“. Dieses Engagement sei ein gutes Beispiel für den nachhaltigen Handel zwischen Brasilien und der EU und stärke die Zusammenarbeit mit lokalen Kleinbauern. „Kleine Betriebe werden fit gemacht für den Export in die EU – ein wichtiger Beitrag für Lieferketten, die aber eben ohne Waldrodung funktionieren, sowie für den Zugang zu nachhaltigen Rohstoffen wie Kakao.“

Foto: Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan. © BMZ

Quelle: bmz.de

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