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COP30: Fridays for Future fordert gerechte Klimafinanzierung

Logo COP30, UNFCCC, public domain, via Wikimedia Commons

Belém. – Zu Beginn der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém hat Fridays for Future ambitionierte Maßnahmen zur Emissionsreduktion und gerechte Beiträge zur internationalen Klimafinanzierung gefordert. Eine entsprechende Petition hat innerhalb weniger Tage mehr als 150.000 Unterschriften erhalten.

Tausende Verhandler*innen aus der ganzen Welt kommen auf der Weltklimakonferenz zusammen, um gemeinsam internationale Klimapolitik voranzubringen. Dass Friedrich Merz sich als Möchtegern-Außenkanzler erdreistet, auf dieser internationalen Bühne die Hauptursache der Klimakrise zu ignorieren, ist höchst problematisch. Umweltminister Carsten Schneider ist jetzt gefragt, das Ruder herumzureißen und mit einer starken deutschen Position in die Verhandlungen zu gehen. Er darf sich von Merz’ Blockadehaltung nicht einschüchtern lassen, sondern muss ambitioniert vorangehen und zeigen, dass wenigstens er die Klimakrise verstanden hat.” sagte Carla Reemtsma von Fridays for Future Deutschland.

In seiner Rede beim Leaders Summit im Vorfeld der COP30 habe Bundeskanzler Friedrich Merz den notwendigen Ausstieg aus fossilen Energien mit keinem Wort erwähnt, kritisierte Fridays for Future. Deutschland habe schon vor vier Jahren auf der COP in Glasgow zugesichert, kein Geld mehr in neue fossile Energieprojekte im Ausland stecken zu wollen, dieses Versprechen aber unter anderem durch die Förderung von Gaskraftwerken in Usbekistan, Polen und Bangladesch sowie die Beteiligung an einer mobilen Gaspipeline in Jordanien gebrochen. Insgesamt, habe Deutschland seit 2022 1,5 Milliarden US-Dollar für fossile Projekte im Ausland ausgegeben – mehr Geld als alle anderen Länder, die sich für das Abkommen verpflichtet hatten.

Die Klimakrise eskaliert

Dürren, Überschwemmungen, Stürme: Die Klimakrise eskaliert mit jedem Tag deutlicher und trifft dabei diejenigen am härtesten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Um gegen diese globale Ungerechtigkeit vorzugehen, muss Deutschland sich auf der COP30 für ambitionierte Maßnahmen einsetzen und klare Bekenntnisse zu international gerechter Finanzierung liefern. Jedes Zehntelgrad Erhitzung bedroht ganz konkret Menschenleben, deswegen müssen die Verhandler*innen für einen schnellen und konsequenten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas kämpfen. Nur so hören wir auf, die Klimakrise immer weiter zu befeuern”, erklärte Louis Motaal.

Quelle: fridaysforfuture.de

Grafik: Logo COP30, UNFCCC, public domain, via Wikimedia Commons

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