Friedrichsdorf. – Am 22. und 23. November findet das diesjährige Treffen der G20-Staaten in Südafrika statt. Die Kinderhilfsorganisation World Vision befürchtet angesichts schrumpfender Entwicklungsetats und autokratischer Tendenzen in vielen Ländern, dass der Kampf gegen Hunger und Armut nicht genügend vorangetrieben wird.
World Vision warnt davor, dass wichtige Projekte wie die „Globale Allianz gegen Hunger und Armut“ künftig nicht ausreichend finanziert und unterstützt werden könnten. Zudem würden schon jetzt lokale Nahrungsmittelproduzenten in ärmeren Ländern nicht in Entscheidungsprozesse der Allianz einbezogen.
„Die Zukunft des globalen Kampfes gegen Hunger steht auf dem Spiel“, erklärte Fiona Uellendahl, Ernährungsexpertin von World Vision Deutschland. „Die Zeit drängt mehr denn je! Angesichts zunehmender Autokratien müssen jene G20 Mitgliedstaaten, die sich nach wie vor dem Ziel von globaler Gerechtigkeit verschrieben haben, starke Allianzen bilden und dürfen jetzt beim Kampf gegen Hunger und Armut nicht nachgeben.“
Nötig sei zudem die Förderung von lokalen Nahrungsmittelproduzenten statt hoher Investitionen in die industrielle Landwirtschaft „Die Beseitigung des Hungers hängt nicht allein von technologischen Neuerungen ab, sondern in erster Linie von politischem Mut und von intelligenten Strategien innerhalb der G20. Wir haben keine Zeit zu verlieren“, sagte Fiona Uellendahl.
Die G20 umfasst derzeit die Länder Argentinien, Australien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Republik Korea, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Türkei, Vereinigtes Königreich und die Vereinigten Staaten sowie die Europäische Union und die Afrikanische Union.
Die Mitglieder der G20 repräsentieren 85% des globalen Bruttoinlandsprodukts, mehr als 75% des internationalen Handels und etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung.
Grafik: G20 Gipfel in Südafrika. Screenshot by epo.de
Quelle: worldvision.org







