Köln/Port Sudan. – Im vom Krieg zwischen Paramilitärs der RSF und den sudanesischen Streitkräften SAF zerrissenen Sudan ist auch die Gesundheitsversorgung nahezu zusammengebrochen. Bis zu 80 % der Gesundheitseinrichtungen sind nicht funktionsfähig. Aus diesem Grund entsendet Malteser International ein siebenköpfiges Experten-Team in die Hafenstadt Port Sudan, um Trainings für das verbliebene, meist nur gering qualifizierte Personal durchzuführen.
Die humanitäre Situation im Sudan ist katastrophal. Rund 30 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte der Bevölkerung, sind derzeit auf humanitäre Hilfe angewiesen. Im Bürgerkrieg werden sogar Krankenhäuser angegriffen, wie jüngst in Al Fashir. Der Mangel an medizinischem Fachpersonal ist hoch.
„Die Situation in den Gesundheitseinrichtungen ist erschreckend. Weil immer mehr Fachpersonal wegen der Gewalt das Land verlässt, arbeiten in den Krankenhäusern Menschen, die für die Arbeit nicht ausreichend ausgebildet sind. Damit in Zukunft die Kranken in Port Sudan besser medizinisch versorgt werden können, als dies derzeit möglich ist, werden unsere ehrenamtlichen Sanitäterinnen, Pfleger und eine Ärztin rund 200 Personen schulen, die in den Gesundheitseinrichtungen arbeiten“, sagt Edo Lihic, Einsatzleiter der Sudan-Nothilfe von Malteser International. Trainiert werden Fähigkeiten zur Wiederbelebung, zur Behandlung von Schwerverletzten und Knochenbrüchen.
Lihic war vor einigen Wochen vor Ort und hat sich ein Bild von der Situation gemacht, um diesen Nothilfeeinsatz, in Abstimmung mit dem sudanesischen Gesundheitsministerium und der Weltgesundheitsorganisation, vorzubereiten. Unterstützt wird der Einsatz von „Aktion Deutschland Hilft“.
Foto: Assessment in den Gesundheitseinrichtungen in Port Sudan. © Malteser International
Quelle: malteser-international.org







