Die Rebellen der Rapid Support Forces (RSF) haben am Montag nach zweijähriger Belagerung das Hauptquartier der 22. Infanteriedivision der sudanesischen Streitkräfte in der Stadt Babanusa in Westkordofan überrannt. Damit befindet sich mit Ausnahme des Ölfeldes Heglig an der Grenze zum Südsudan ganz Westkordofan in der Hand der RSF.
Die Rebellenarmee hatte nach der Einnahme von Al Fashir ihre Angriffe auf Westkordofan konzentriert. Nach der Einnahme von Babanusa besteht die 22. Division aus nur noch einer Brigade, die sich am Ölfeld Heglig im Südosten entlang der Grenze zum Südsudan befindet. Die Kämpfe an diesem Ort könnten den chinesischen Wirtschaftsinteressen schaden, berichtet der Sudan War Monitor. Die RSF habe deshalb bisher weitgehend darauf verzichtet Heglig anzugreifen, abgesehen von begrenzten Drohnenangriffen.
Wenige Tage vor der Übernahme von Babanusa hatte der sudanesische Armeechef, General Abdel Fattah Burhan, einen von den USA unterstützten Waffenstillstandsvorschlag abgelehnt und Washington der Voreingenommenheit beschuldigt. Der größte Teil der Zivilbevölkerung hat Babunusa in den letzten zwei Jahren verlassen. Satellitenbilder zeigen schwere Schäden durch Beschuss, Bodenkämpfe und Brände in der ganzen Stadt.
Quelle: sudanwarmonitor.com
Karte: Domenico-de-ga, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons







