Berlin. – 67 Journalistinnen und Journalisten sind in den vergangenen 12 Monaten getötet worden. Mindestens 53 von ihnen fielen Kriegen oder kriminellen Netzwerken zum Opfer, 43 Prozent allein durch israelische Angriffe in Gaza. Das ist die Bilanz der Pressefreiheit 2025, die Reporter ohne Grenzen (RSF) am Dienstag veröffentlicht hat.
In der Ukraine nimmt die russische Armee weiterhin gezielt ausländische wie ukrainische Reporterinnen ins Visier. Auch im Sudan ist Berichterstattung zu einer lebensgefährlichen Arbeit geworden, und in Mexiko haben kriminelle Organisationen neun Reporterinnen und Reporter ermordet. In Lateinamerika wurde fast ein Viertel (24 Prozent) der weltweit ermordeten Journalist*innen gezählt.
Weltweit sind laut RSF 503 Journalist*innen in 62 Ländern inhaftiert. Die meisten Medienschaffenden sind weiterhin in China (121) eingesperrt, gefolgt von Russland (48) und Myanmar (47). Russland hält zudem mehr ausländische Journalistinnen fest als jeder andere Staat, nämlich 26 Ukrainer*innen.
Zum 1. Dezember 2025 gelten weltweit 135 Journalistinnen in 37 Ländern als vermisst – einige von ihnen seit mehr als drei Jahrzehnten. Insgesamt 75 Prozent der derzeit vermissten Journalistinnen verschwanden in Ländern des Nahen Ostens oder Lateinamerikas.
Quelle: reporter-ohne-grenzen.de
Grafik: Screenshot RSF Website







