Berlin. – Am Freitag (9. Januar) dauert der Krieg im Sudan bereits 1.000 Tage an. Rund 21 Millionen Menschen hungern und mehr als 150.000 Zivilisten wurden bisher getötet. Die Diakonie Katastrophenhilfe kritisiert die Gleichgültigkeit der Weltgemeinschaft.
Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, erklärte am Donnerstag in Berlin: „Die Weltgemeinschaft begegnet der anhaltend katastrophalen Lage im Sudan mit Gleichgültigkeit. Das ist Munition für diesen Krieg, der global die größte humanitäre Krise ausgelöst hat. Es ist keine durchgreifende diplomatische Initiative zu erkennen, die Hoffnung auf ein Ende des Krieges macht und die humanitäre Lage verbessert. In Anbetracht neuer militärischer Konflikte in der Welt befürchte ich, dass der Krieg im Sudan noch stärker als bisher ignoriert und vergessen wird. Das gefährdet Zehntausende Menschenleben.“
Die Diakonie Katastrophenhilfe werde die Emergency Response Rooms als humanitäre Partner im Sudan weiter unterstützen, sagte Keßler. Das evangelische Hilfswerk habe dafür bisher 1,5 Millionen Euro bereitgestellt.
Die Nachbarschaftskomitees betreiben landesweit Suppenküchen, organisieren Medikamente für Kliniken oder helfen Familien während der Flucht vor dem Krieg. Diese überlebenswichtige Hilfe brauche Rückhalt, der neben Spenden verstärkt von der internationalen Gemeinschaft kommen müsse. Die deutsche Bundesregierung müsse ein klares Bekenntnis signalisieren, „dass uns das Schicksal der Menschen im Sudan nicht egal ist“, so Keßler.
Foto: Binnenvertriebene in Nord-Darfur. By USAID, Public domain, via Wikimedia Commons
Quelle: diakonie-katastrophenhilfe.de







