Berlin. – Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan besucht Sierra Leone. Im Mittelpunkt ihrer Reise steht der Kampf gegen den Hunger. Sierra Leone gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist unterernährt.
Die Ministerin will den Fokus der Entwicklungszusammenarbeit gezielt auf Länder richten, in denen die Not am größten ist – dort, wo Armut und Perspektivlosigkeit ganze Generationen betreffen. „Die Entwicklungspolitik setzt dort an, wo Armut und Hunger Zukunft rauben. Das ist Schwerpunkt Nummer Eins meiner Arbeit. Besonders Kinder und Jugendliche brauchen Entwicklungsperspektiven. Sichere Ernährung macht sie stark fürs Leben und schafft die Basis für eine selbstbestimmte Zukunft. Die deutsche Zivilgesellschaft und internationale Organisationen sind dabei für uns wichtige strategische Partner.“
In Sierra Leone unterstützt das Entwicklungsministerium (BMZ) mit dem Welternährungsprogramm die Weiterentwicklung des nationalen Schulernährungsprogramms. „Diese Partnerschaft schafft einen dreifachen Nutzen: Kinder bekommen täglich eine gesunde Mahlzeit, sie erhalten besseren Zugang zu Bildung und die lokale Wertschöpfung wird gestärkt. So schaffen wir gemeinsam nachhaltige Strukturen weit über akute Nahrungsmittelhilfe hinaus“, so das BMZ.
Wie Ernährungssicherheit konkret wirkt und Kinder, Jugendliche und Gemeinschaften nachhaltig gestärkt werden können, davon macht sich die Entwicklungsministerin in Sierra Leone am 22. und 23. Januar einen direkten Eindruck. Im Fokus stehen dabei partnerschaftliche Ansätze und gemeinsame Projekte, die die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zusammen mit zivilgesellschaftlichen und internationalen Organisationen wie dem Welternährungsprogramm oder der Deutschen Welthungerhilfe umsetzt.
Nachhaltige Strukturen aufbauen
Gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm unterstützt das Entwicklungsministerium (BMZ) das nationale Schulernährungsprogramm. Ziel deutscher Entwicklungspolitik ist es, dass langfristig Sierra Leone und andere Länder ihre Bevölkerung selbst mit guter und ausreichender Nahrung versorgen können. Statt kurzfristiger Nahrungshilfen sollen nachhaltige Strukturen im Land aufgebaut werden. Durch lokale Beschaffung von Lebensmitteln kommen regionale Produkte auf den Teller der Kinder – und gleichzeitig entstehen Arbeitsplätze, Einkommen und nachhaltige Wertschöpfung vor Ort.
Die Deutsche Welthungerhilfe engagiert sich mit Unterstützung des BMZ in Sierra Leone für berufliche Perspektiven für Jugendliche. Rund zwei Drittel der Jugendlichen in Sierra Leone sind arbeitslos oder können von ihrem Arbeitseinkommen nicht leben. Das Projekt „Skill Up! Unlocking success in Green Skills Development for Youth in Sierra Leone” soll Jugendliche dazu befähigen, ihren Lebensunterhalt und ihre Ernährungsgrundlage durch nachhaltige Landwirtschaft selbst zu sichern.
Während der Reise trifft Ministerin Alablai Radovan auch Familien, Schüler*innen, Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, Unternehmer*innen und Regierungskolleg*innen, um über Ernährungs-, Bildungs-, und Gesundheitsangebote zur Stärkung ganzer Gemeinschaften und Unterstützungsmöglichkeiten auf diesem Weg zu beraten.
Foto: Reem Alabali-Radovan. © BMZ
Quelle: www.bmz.de







