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40 Jahre Walfangverbot: Wale sterben weiter

Foto: Nordatlantische Glattwale. Public Domain, via Wikimedia Commons

Hamburg. – Zum Welt-Wal-Tag am 15. Februar erinnert der IFAW (International Fund for Animal Welfare) daran, dass Wale auch 40 Jahre nach dem globalen Walfangverbot noch immer in großer Gefahr sind. Vierzig Jahre nach Inkrafttreten des internationalen Walfangmoratoriums jagen Island, Norwegen und Japan weiterhin kommerziell Wale.

Gleichzeitig bedrohen die Auswirkungen der Klimakrise und die Gefahr tödlicher Schiffskollisionen oder Verstrickungen in Fischfanggeräten die Meeressäuger. Besonders kritisch ist die Lage des Nordatlantischen Glattwals, dessen Bestand auf nur noch rund 380 Tiere geschätzt wird.

„Wale sind weltweit massiv durch menschengemachte Gefahren bedroht“, erklärt Andreas Dinkelmeyer, Kampagnenleiter des IFAW in Deutschland. „Dass immer noch neue Fangquoten vergeben werden, während zugleich immer mehr Tiere durch Schiffskollisionen oder Fischereigeräte verletzt oder getötet werden, ist alarmierend. Das Meer muss endlich wieder ein sicherer Lebensraum für Wale werden.“

45.000 Wale getötet

Die Verabschiedung des Moratoriums für den kommerziellen Walfang durch die Internationale Walfangkommission (IWC) im Jahr 1982 gehört zu den wichtigsten artenschutzpolitischen Entscheidungen des 20. Jahrhunderts. Dennoch missachten bis heute drei Staaten – Norwegen, Island und Japan – dieses Verbot. Seit Inkrafttreten des Moratoriums haben sie zusammen rund 45.000 Wale im Rahmen des kommerziellen Walfangs getötet.

Der IFAW setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, den kommerziellen Walfang weltweit endgültig zu beenden und die Einhaltung des Moratoriums sicherzustellen. Anlässlich des 40. Jahrestags des globalen Walfangverbots hat der IFAW in einer internationalen Koalition aus Tier- und Artenschutzorganisationen – die End Commercial Whaling Coalition – eine weltweite Petition für die vollständige Abschaffung des kommerziellen Walfangs gestartet. Die Petition geht am “Welt-Wal-Tag“, 15. Februar 2026 online.

Wale sind entscheidend für die Gesundheit der Meeresökosysteme. Durch ihre Wanderungen verteilen sie Nährstoffe und fördern das Wachstum von Phytoplankton – einem Mikroorganismus, der etwa 50 Prozent des weltweiten Sauerstoffs produziert und große Mengen Kohlenstoff speichert. Wale binden auch in ihrer eigenen Biomasse große Mengen Kohlendioxid. Stirbt ein Wal und sinkt auf den Meeresboden, wird dieser Kohlenstoff oft über sehr lange Zeiträume dort gespeichert. Dadurch tragen Wale messbar zur Kohlenstoffbindung im Ozean und damit auch zum Klimaschutz bei.

„Der kommerzielle Walfang muss endlich aufhören – und zwar sofort“, fordert Dinkelmeyer. „Gleichzeitig müssen wir menschengemachte Gefahren drastisch reduzieren: langsamere Schiffe, umweltverträgliche Routen in der Schifffahrt und moderne Fischereigeräte ohne gefährliche Leinen. Ganze Arten wie etwa der Nordatlantische Glattwal sind sonst unmittelbar vom Aussterben bedroht.“

Quelle: ifaw.org

Foto: Nordatlantische Glattwale. Public Domain, via Wikimedia Commons

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