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Welttag des Hörens: Wenn die Welt still wird

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Bensheim. – Zum Welttag des Hörens am 3. März erinnert die Christoffel-Blindenmission (CBM) an die Bedeutung guten Hörens. Rund 430 Millionen Menschen weltweit benötigen medizinische Hilfe, um ihre schwerwiegende Hörbeeinträchtigung zu behandeln. Darunter sind 34 Millionen Kinder.

Am Beispiel des siebenjährigen Kayshas aus Sambia wird deutlich, wie ein Hörgerät das Leben verändert und wie wichtig gutes Hören für die weitere Entwicklung eines Kindes ist. Das Gehör des kleinen Kayshas in Sambia wird im Laufe seiner ersten Lebensjahre immer schlechter. Als er dann in die Schule kommt, hört der Siebenjährige bereits so schlecht, dass er das, was die Lehrkräfte sagen, kaum mehr wahrnimmt. Für ihn beginnt damit ein schleichender Ausschluss vom Unterricht.

Vogelgezwitscher, ein heranfahrendes Motorrad, die Erklärung der Lehrer – all das dringt zu Kaysha nicht mehr durch. Gerade erst eingeschult, bleibt ihm der Schulalltag bald verschlossen. Von Gefahren im Straßenverkehr ganz abgesehen. Die Sorgen seiner Mutter Maggie begannen bereits ein halbes Jahr zuvor, als sie merkte, dass Kaysha fast nichts hörte: „Wenn wir hinter ihm standen und ihn ansprachen, reagierte er nicht“, erzählt Maggie. „Seitdem sprechen wir immer laut mit ihm – und trotzdem kommt er ganz nah, um uns zu verstehen.“

Hörbehinderung macht einsam

Maggie beobachtet, wie ihr Sohn mit immer mehr Abstrichen leben muss: Viele Freunde wenden sich von ihm ab. Sie finden es anstrengend, ständig zu schreien, um sich verständlich zu machen. Auf die Schule, in der er die erste Klasse begonnen hat, kann er nicht mehr gehen. Für den Jungen ist das ein schwerer Einschnitt. Noch kann Kaysha sprechen – doch die Zeit drängt. Denn ohne Hörhilfe droht ihm langfristig der Verlust dieser Fähigkeit. Es ist nicht möglich, den Jungen zu operieren.  Das haben die Ärzte Maggie gesagt.

Das Geld von ihr und ihrem Mann reicht gerade so, um Kaysha und seine sieben Geschwister zu ernähren. Ihr fehlen die Mittel, ihrem Sohn zu helfen. Sie sieht keinen Ausweg und schaut sich nach Schulen für Kinder mit Behinderungen um.

Neue Hoffnung

In dieser Zeit der Sorgen erreicht Maggie eine Nachricht, die alles verändert: Von einer Bekannten erfährt sie von der Beit-CURE-Klinik, die von der Christoffel-Blindenmission gefördert wird. Und davon, dass Kinder aus armen Verhältnissen dort kostenlos Hilfe erhalten.

Mutter und Sohn besuchen schon bald das von ihrem Haus nicht weit entfernte Krankenhaus. Dort werden Kaysha erstmals Hörgeräte angepasst. „Kannst du mich hören, Kaysha?“, fragt die Hörgeräteakustikerin in normaler Lautstärke. „Ja!“ antwortet er staunend und lächelnd zugleich.

Für Maggie ist es ein Moment, der nachhallt. „Sag ‚Hallo‘ zu deiner Mama!“, fordert die Hörgeräteakustikerin ihn auf. „Hallo Mami“, Kaysha winkt ihr zu. „Bist du glücklich, Kaysha?“, fragt Maggie ihren Sohn. „Ja“, sagt er und strahlt. Maggie weiß jetzt: Ihr Sohn kann wieder zur Schule gehen. Und Kaysha freut sich schon darauf, die Hörgeräte nun jeden Tag tragen zu dürfen, die Welt wieder mit all ihren Tönen zu hören.

Quelle: https://cbm.de

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