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Sudan: Sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe 

Foto: Binnenvertriebene in Nord-Darfur. By USAID, Public domain, via Wikimedia Commons

Hamburg. – Seit fast drei Jahren herrscht Krieg in Sudan. Die Auswirkungen einer der weltweit schwersten humanitären Krisen treffen insbesondere Mädchen und Frauen auf grausame Weise, berichtet Plan International. Vergewaltigungen werden als Kriegswaffe gegen sie eingesetzt. In den umkämpften Gebieten und auf unsicheren Fluchtrouten erleben viele von ihnen sexualisierte Gewalt.

UN-Schätzungen zufolge sind in Sudan über zwölf Millionen Menschen, vor allem Mädchen und Frauen, von geschlechtsspezifischer Gewalt bedroht. Lebensrettende Unterstützung wie medizinische Hilfe und psychosoziale Betreuung oder etwa durch die Einrichtung von Safe Spaces erhält aber nicht einmal jede zehnte Betroffene. Die benötigten Mittel für Prävention und Hilfe bei geschlechtsspezifischer Gewalt sind nur zu 0,7 Prozent gesichert.

Um auf die Situation von Mädchen und Frauen in Sudan aufmerksam zu machen, startet Plan International Deutschland die Petition „#SilentSuffering stoppen“. Unter www.change.org/silent-suffering sammelt die Kinderrechtsorganisation ab sofort bis zum 15. April Unterschriften, um die Bundesregierung zu mehr humanitärer Unterstützung und wirksamem Schutz für Mädchen und Frauen in Sudan aufzufordern.

Leiden sichtbar machen

Viele Betroffene sexualisierter Gewalt sprechen aus Scham, Verzweiflung oder aus Angst vor Stigmatisierung nicht über das Erlebte. Die Petition soll ihr stilles Leiden sichtbar machen und ihre Anliegen in die öffentliche Debatte tragen. Begleitet wird sie von der breit angelegten Kampagne „#SilentSuffering“, die weitere Unterstützung mobilisieren und den politischen Handlungsdruck erhöhen soll.

Petra Berner, Vorstandsvorsitzende von Plan International Deutschland: „Sexualisierte Gewalt hinterlässt tiefe Wunden – bei Kindern und Frauen in Sudan jeden Tag. Ihr ‚Silent Suffering‘ muss endlich sichtbar werden. Wir brauchen konsequenten politischen Druck gegen diese Verbrechen und eine deutliche Aufstockung der finanziellen Mittel, damit Betroffene Schutz und Unterstützung bekommen.“

Plan International betreibt in Sudan und in den angrenzen Nachbarländern, in die sich viele sudanesische Geflüchtete gerettet haben, so genannte Safe Spaces, Schutzräume für Kinder und Frauen. Dort erhalten Betroffene notfallmedizinische Hilfe und psychosoziale Betreuung, um das Erlebte zu verarbeiten.

Quelle: plan.de

Foto: Binnenvertriebene in Nord-Darfur. By USAID, Public domain, via Wikimedia Commons

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