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Allianz für Fachkräftegewinnung gestartet

Das BMZ in Berlin. Foto: gemeinfrei, via Wikimedia Commons

Berlin. – Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD hat eine Allianz für faire Fachkräftegewinnung mit der deutschen Wirtschaft gestartet. Die gemeinsame Initiative mit der Privatwirtschaft sieht vor, das Know-how der Wirtschaft mit den Netzwerken der Entwicklungszusammenarbeit zu bündeln und langfristig tragfähige Strukturen für die Fachkräftegewinnung zu schaffen.

Gemeinsam sollen die Partner der Allianz an verbesserten Ausbildungsmöglichkeiten in den Herkunftsländern und einer transparenten Rekrutierung arbeiten. Dazu erklärte Etwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Deutschland braucht qualifizierte Fachkräfte. Die Rekrutierung aus Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika wird für die deutsche Wirtschaft immer wichtiger. Mit vielen Ländern arbeiten wir bereits eng zusammen und unterstützen sie dabei, Fachkräfte auszubilden. Jetzt starten wir gemeinsam mit der deutschen Privatwirtschaft eine neue Fachkräfteallianz. Unser Ziel ist ein dreifacher Gewinn: für den Wirtschaftsstandort Deutschland, für die Menschen, die zu uns kommen, und für ihre Herkunftsländer.“

An der Fachkräfteallianz „WE‑Fair: Wirtschaft und Entwicklungspolitik für faire Fachkräftegewinnung“ beteiligen sich nach Angaben des Entwicklungsministeriums (BMZ) als Gründungsmitglieder unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und deutsche Unternehmen wie DHL, der Personaldienstleister Randstad und der Maschinenbauer Klein. Am Start der Initiative nahmen am Donnerstag rund 120 Vertreter*innen von Unternehmen, Kammern und Verbänden, Diaspora-Organisationen und Gewerkschaften teil.

Schnellere Integration

Mit der Fachkräfteallianz intensivieren das Entwicklungsministerium (BMZ) und die deutsche Wirtschaft ihre Zusammenarbeit für eine faire, geordnete und nachhaltige Fachkräftegewinnung. Davon sollen die Fachkräfte selbst, ihre Herkunftsländer und Deutschland profitieren. Durch bessere, praxisnahe Ausbildungsmöglichkeiten in den Herkunftsländern und transparente Rekrutierungsverfahren könnten qualifizierte Fachkräfte gut vorbereitet nach Deutschland kommen und sich schneller in Betriebe und Gesellschaft integrieren. Gleichzeitig profitierten die Herkunftsländer von stärkeren Ausbildungsstrukturen und Wissenstransfers.

Innerhalb der Allianz bringe jeder Partner seine Stärken entsprechend ein, so das BMZ. Die deutsche Entwicklungspolitik habe langjährige, verlässliche Netzwerke in Partnerländern. Unternehmen könnten ihr praktisches Know-how und ihre Erfahrungen in Rekrutierung, Aus- und Weiterbildung sowie bei der Integration von Fachkräften einbringen. Kammern, Branchen- und Außenwirtschaftsverbände, Diaspora-Organisationen und Gewerkschaften bündelten Interessen und könnten bei der Gewinnung, Vorbereitung und Integration der internationalen Fachkräfte unterstützen und so eine wichtige Brückenfunktion übernehmen. So entstünden wirtschaftlich tragfähige Strukturen.

Beispiel Vietnam

Ein konkretes Beispiel ist Vietnam: Dort unterstützt Deutschland Programme, die die berufliche Bildung an deutschen Standards ausrichten und so das Ausbildungsniveau insgesamt stärken. Rund die Hälfte der Absolvent*innen dieser Programme arbeitet anschließend in einem Unternehmen in Deutschland. Auch in Ägypten fördert Deutschland seit mehreren Jahren eine umfassende Reform des Berufsbildungssystems, um es praxisnäher und international anschlussfähiger zu machen. Gemeinsam mit ägyptischen Partnern, der deutschen Privatwirtschaft und der Bundesagentur für Arbeit entwickelt das BMZ in ausgewählten Berufsgruppen Standardverfahren, um Fachkräfte und Auszubildende auf eine Tätigkeit in Deutschland vorzubereiten und an Unternehmen zu vermitteln.

Die international ausgerichtete Fachkräfteallianz ist Teil des umfassenden Engagements der Bundesregierung zur Fachkräftesicherung. Als weiteren Baustein startet das Bundesarbeitsministerium (BMAS) sogenannte Regionale Fachkräftewerkstätten in Deutschland. Sie sollen wichtige Akteure vor Ort vernetzen und den Austausch fördern.

Weitere Informationen: www.bmz.de/de/fachkraefteallianz-we-fair-288174

Quelle: bmz.de

Foto: Das BMZ in Berlin. Gemeinfrei, via Wikimedia Commons

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