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Sudan: Save the Children liefert 30 Tonnen Hilfsgüter

Foto: Save the Children staff offloading a medical shipment in Tawila, Sudan. © Save the Children

Berlin/Port Sudan. – In einem überfüllten Vertriebenencamp im sudanesischen Bundesstaat Nord-Darfur ist eine dringend benötigte Hilfslieferung von Save the Children eingetroffen. Die Kinderrechtsorganisation brachte 30 Tonnen Medikamente und Nahrungsmittel ins Camp Tawila, wo die Vorräte bereits gefährlich zur Neige gingen. Die Lieferung soll über 80.000 Kinder und 57.000 Erwachsene versorgen. Insgesamt 20 Gesundheitseinrichtungen und mobile Kliniken sollen damit sechs Monate lang am Laufen gehalten werden.

In Tawila leben mehr als 650.000 Binnenvertriebene. Die meisten von ihnen waren im vergangenen Jahr vor Angriffen in den Lagern Zamzam und Abu Shouk in Nord-Darfur geflohen. Das Camp beherbergt deutlich mehr Menschen als es versorgen kann. Viele Kinder sind mangelernährt und Krankheiten breiten sich aus, während die Medizin-Vorräte der Krankenstationen zuletzt fast aufgebraucht waren. Die Lieferung umfasst lebenswichtige Medikamente wie Antibiotika sowie Infusionsflüssigkeiten, Multivitamine, topische Medikamente, Ohr- und Augentropfen sowie Mittel zur Behandlung von Mangelernährung.

„Das ist eine gute Nachricht, denn diese Lieferung kann tausenden Kindern das Leben retten“, sagt Florian Westphal, Geschäftsführer von Save the Children Deutschland. „Die Medikamente kommen gerade noch rechtzeitig, um einen Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder in Tawila zu verhindern. Aber um Hunger, Mangelernährung und Krankheiten endgültig zu stoppen, muss die Gewalt beendet und die Hilfe für die Menschen im ganzen Land deutlich aufgestockt werden. Nach fast drei Jahren Krieg sind mehr als 30 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, die Hälfte davon sind Kinder. Das sind 15 Millionen Kinder, deren Rechte täglich verletzt werden. Wie kann es sein, dass die Welt angesichts dieses Ausmaßes wegschaut?“

12 Millionen Vertriebene

Die 30-Tonnen-Ladung war als Teil einer größeren Medikamentenlieferung von Nairobi nach Port Sudan verschifft worden und brauchte auf dem Landweg von der sudanesischen Hafenstadt bis zu ihrem Zielort drei Wochen. Die Route führte teilweise durch Wüstenlandschaften und unsichere Gebiete. Es ist die vierte Hilfslieferung von Save the Children nach Tawila seit Februar 2025, aber die erste seit dem großen Zustrom von Vertriebenen in das Camp im Oktober 2025.

Der seit dem 15. April 2023 andauernde Krieg im Sudan hat mehr als zwölf Millionen Menschen – ein Fünftel der Bevölkerung – vertrieben, darunter rund fünf Millionen Kinder. Save the Children ist in 13 Bundesstaaten im Einsatz. Die Kinderrechtsorganisation leistet gemeinsam mit Partnerorganisationen Hilfe in den Bereichen Gesundheit und Ernährung, etwa durch den Betrieb mobiler Kliniken, in denen Mütter und unterernährte Kinder versorgt werden. Save the Children ist seit 1983 im Sudan tätig.

Quelle: savethechildren.de

Foto: Save the Children staff offloading a medical shipment in Tawila, Sudan. © Save the Children

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