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Sudan: 64 Tote bei Drohnenangriff auf Lehrkrankenhaus

Sudan

Bonn/Port Sudan. – Die Hilfsorganisation CARE ist zutiefst schockiert über einen Drohnenangriff auf das Al-Daein-Lehrkrankenhaus in Ost-Darfur (Sudan) am 20. März. Mindestens 64 Menschen starben, rund 90 wurden verletzt. CARE unterstützt die Einrichtung seit 2015.

„Gesundheitseinrichtungen, Patient:innen und medizinisches Personal sind durch das humanitäre Völkerrecht besonders geschützt und dürfen nicht angegriffen werden. Die Zivilbevölkerung muss geschützt und die Angriffe auf kritische zivile Infrastruktur sofort eingestellt werden“, sagte Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland.

Das Al-Daein-Lehrkrankenhaus war eines der wichtigsten Krankenhäuser für den gesamten Bundesstaat. Es betrieb eine Kinderstation, eine Entbindungsstation sowie ein Stabilisierungszentrum, das Behandlungen für Kinder mit akuter Unterernährung und den damit verbundenen medizinischen Komplikationen anbot. Die Klinik sei nun vollständig funktionsunfähig, lebensrettende Dienste seien für hunderttausende Menschen unterbrochen.

Zweiter Drohnenangriff in zwei Wochen

Dies ist laut CARE der zweite Drohnenangriff in Al-Daein innerhalb von zwei Wochen, der zivile Infrastruktur und Gesundheitseinrichtungen traf. Seit Jahresbeginn wurden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) 12 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Sudan verzeichnet, bei denen 114 Menschen getötet und 148 weitere verletzt wurden. „Solche wiederholten Angriffe bringen die Zivilbevölkerung und humanitäre Helfende in große Gefahr und beeinträchtigen den Zugang zu lebenswichtigen Dienstleistungen erheblich“, mahnte Karl-Otto Zentel.

CARE arbeitet eng mit Partnern zusammen, um alternative Gesundheitseinrichtungen für die Aufnahme von Patient:innen zu finden. Doch das sudanesische Gesundheitssystem steht bereits unter großem Druck: Nach fast drei Jahren Krieg haben bis zu 80 Prozent der Gesundheitseinrichtungen in den von Konflikten betroffenen Bundesstaaten geschlossen, während in den noch funktionierenden Einrichtungen massiv Personal, Medikamente und lebenswichtige Hilfsgüter fehlen.

Quelle: care.de

Karte: Wikimedia Commons

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