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Kenia: CARE warnt vor Cholera-Ausbruch

Foto: Cholera-Bakterien. Public Domain, via Wikimedia Commons

Bonn/Nairobi. – Die jüngsten Überschwemmungen in Kenia verschärfen die ohnehin bereits schwere humanitäre Krise in Teilen des Landes. Wochenlange Starkregenfälle und Sturzfluten haben ganze Dörfer überschwemmt, lebenswichtige Ernten zerstört und Zehntausende Menschen vertrieben. Das Risiko für Choleraausbrüche steigt und setzt Millionen Menschen einer noch größeren Gefahr aus, warnt die internationale Hilfsorganisation CARE.

„Die Lage ist äußerst besorgniserregend“, sagt Getrude Misango, CARE-Länderdirektorin in Kenia. „Viele Gemeinden sind jetzt mehrfach betroffen. Erst litten sie unter jahrelanger Dürre, und nun folgen verheerende Überschwemmungen. Wir wissen, wie schnell es bei Überschwemmungen zu Choleraausbrüchen kommen kann. Es ist herzzerreißend, dass Menschen, die ohnehin schon darum kämpften, genug Nahrung anzubauen, nun ihre Felder unter den Wassermassen verschwinden sehen müssen. Ihre Ernten und ihre Einkommen sind weg, und die Angst, wie sie ihre Kinder ernähren sollen, wächst von Tag zu Tag.“

Cholera-Risiko erhöht

Offene Wasserquellen, Latrinen und Haushaltswasserspeicher sind durch die Überflutungen verschmutzt. Das Risiko von Choleraausbrüchen ist dadurch erheblich erhöht. CARE ist besonders besorgt um dicht besiedelte Gebiete, in denen stehendes Wasser und unzureichende sanitäre Einrichtungen ein Hochrisikoumfeld für eine rasche Übertragung schaffen.

Diese Verschlechterung der Lage in Kenia vollzieht sich zu einer Zeit, in der die humanitären Mittel zurückgehen. Gleichzeitig steigt der Bedarf weiterhin exponentiell. „Da Märkte abgeschnitten, Brücken weggespült und ganze Felder unter Wasser stehen, wird der Wiederaufbau Monate dauern – vielleicht sogar länger, wenn wir nicht jetzt handeln, um die Menschen zu unterstützen“, mahnt Getrude Misango.

CARE wurde 1945 gegründet, um Armut und Hunger in Europa mit über 100 Millionen CARE-Paketen zu lindern. Heute setzt sich CARE in über 100 Ländern mit überwiegend einheimischen Kräften für die Überwindung von Not, Armut und Ausgrenzung ein und stellt insbesondere Frauen und Mädchen ins Zentrum seiner Arbeit. 

Quelle: care.de

Foto: Cholera-Bakterien. Public Domain, via Wikimedia Commons

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