Berlin. – Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) stellt sein Engagement für nachhaltige Textilien neu auf: Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik startete das BMZ am Montag das Netzwerk „Dialogue and Impact for Sustainable Textiles“ (DST). Es geht aus dem bisherigen Bündnis für nachhaltige Textilien hervor und soll die Zusammenarbeit künftig wirksamer und verbindlicher gestalten.
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Wir entwickeln das Textilbündnis zu einem beweglichen, modernen Netzwerk weiter, in dem alle wichtigen Akteure gemeinsam an einem Tisch sitzen – Unternehmen, Politik, Gewerkschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Gemeinsam setzen wir bei den beteiligten Partnern und in den Produktionsländern an, damit sich die Arbeitsbedingungen, der Umweltschutz und die Standards in der gesamten Textilbranche verbessern. Unser Ziel bleibt gleich: Nachhaltigkeit im Textilsektor fördern und unternehmerische Verantwortung in der Produktion konsequent umsetzen, um zukunftsfähige, verantwortungsvolle Textil-Lieferketten zu gestalten.“
Ziel des neuen Formats ist es, Arbeitsbedingungen, Umweltstandards und soziale Rechte entlang globaler Textillieferketten weiter zu verbessern. Dafür setzt das Netzwerk stärker auf mehr Eigenverantwortung der Beteiligten und auf konkrete gemeinsame Initiativen direkt in den Produktionsländern.
Lokale Akteure
Um die Wirkung des gemeinsamen Engagements in den Produktionsländern nachhaltig zu verankern, sollen im neuen Format verstärkt lokale Wirtschaftsverbände, internationale sowie lokale Gewerkschaften und lokale NGOs in den Dialog und die Umsetzung einbezogen werden. Die Bundesregierung will das Engagement des Netzwerks weiterhin unterstützen.
Das vormalige Bündnis für nachhaltige Textilien hatte mit seiner Gründung vor elf Jahren erstmals in einer gemeinsamen Initiative alle relevanten Stakeholdergruppen des Sektors aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und Politik zur Verbesserung der sozialen und ökologischen Bedingungen in globalen Textillieferketten zusammengebracht. In der Initiative erarbeiteten die beteiligten Akteure gemeinsam Ansätze für die Umsetzung der Sorgfaltspflichten für Menschenrechte und Umwelt in den Textillieferketten. Dies habe gezeigt was möglich ist, wenn Unternehmen Verantwortung übernehmen und ihren Sorgfaltspflichten nachkommen, so das BMZ. Diese wertvolle Vorarbeit habe dazu beigetragen, den Weg für die gesetzliche Regelung von Sorgfaltspflichten zu ebnen.
Der neue Textildialog ist ein Instrument des entwicklungspolitischen Engagements Deutschlands zur Stärkung gemeinsamer Maßnahmen für nachhaltigere globale Textillieferketten.
=> Dialogue and Impact for Sustainable Textiles
Quelle: bmz.de
Foto: Das BMZ in Berlin. Public Domain, via Wikimedia Commons






